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Legende: Video Stadler will an die Börse abspielen. Laufzeit 00:46 Minuten.
Aus Tagesschau vom 19.03.2019.
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Zukunft sichern Stadler Rail will an die Börse

  • Der Zughersteller Stadler Rail will sich dem Publikum öffnen.
  • Der Börsengang sei in den nächsten Monaten geplant, unter Berücksichtigung der Verhältnisse am Finanzmarkt.
  • Peter Spuhler soll auch nach dem Börsengang grösster Aktionär und Verwaltungsratspräsident bleiben.

Das Unternehmen von Alt-SVP-Nationalrat Peter Spuhler konkretisiert seine bereits angedeuteten Börsenpläne.

Legende: Video Peter Spuhler: «Die Reputation ist ein Grund des Börsengangs» abspielen. Laufzeit 00:31 Minuten.
Aus News-Clip vom 19.03.2019.

Aktuell hält Firmenpatron und Verwaltungsratspräsident Spuhler 80 Prozent an der Firma. Im Rahmen des Börsengangs sollen nun ausschliesslich bestehende Aktien aus seinem direkten und indirekten Besitz angeboten werden, teilt Stadler Rail mit.

Weniger Umsatz erzielt

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Stadler erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2018 einen Netto-Umsatz von 2 Milliarden Franken, nach 2.4 Milliarden im Vorjahr. Der Gewinn vor Steuern, Zinsen sowie Abschreibungen (Ebitda) verringerte sich auf 208 Millionen (245 Millionen im Vorjahr), wie das Unternehmen mitteilt. Die Gewinnmarge (Betriebsgewinn in Prozent des Umsatzes) lag bei 7,5 Prozent. Stadler gab erstmals Gewinnzahlen bekannt.

Wie die jüngsten Zahlen zeigen, setzte sich die Erholung beim Umsatz vorerst nicht weiter fort. 2017 war als das Jahr in die neuere Firmengeschichte eingegangen, in dem Stadler Rail die schwierige Situation nach der Aufhebung des Euro-Mindestkurses von 1.20 Franken gemeistert hatte.

Die Firma war 2015 von der Aufhebung der Euro-Untergrenze durch die Schweizerische Nationalbank (SNB) hart getroffen worden. Seit Anfang 2018 ist Thomas Ahlburg Konzernchef von Stadler Rail.

Neue Verwaltungsrätin gewählt

Stadler wurde 1942 gegründet und stellt unter anderem Hochgeschwindigkeitszüge, U-Bahnen, Trams und Zahnradbahnen her. Derzeit arbeiten 8500 Mitarbeiter für Stadler.

Der Börsengang an der Schweizer Börse SIX Swiss Exchange sei ein logischer nächster Schritt in der Geschichte von Stadler, so das Unternehmen. Er solle helfen, die langfristige Wettbewerbsposition des Unternehmens zu stärken.

Legende: Video Peter Spuhler: «Wir sind nicht umsatzgetrieben» abspielen. Laufzeit 00:05 Minuten.
Aus News-Clip vom 19.03.2019.

Wie Stadler weiter bekannt gab, ist Barbara Egger-Jenzer, die frühere Regierungsrätin des Kantons Bern, in den Verwaltungsrat gewählt worden.

Einschätzung von Wirtschaftsredaktor Jan Baumann

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Anders als bei vielen sonstigen Börsengängen, gelangen bei Stadler Rail keine neuen Aktien in Umlauf. Es wechseln lediglich bestehende Titel den Besitzer. Das bedeutet: Das Unternehmen erhält mit dem Gang an die Börse auch keine frischen Mittel. Dabei könnte Stadler Rail zusätzliches Geld für Investitionen durchaus gebrauchen, und zwar für die weitere Expansion auf den ausländischen Absatzmärkten.

Der Konzern, der letztes Jahr rund 2 Milliarden Franken einnahm, will den Umsatz innerhalb von zwei Jahren auf rund 4 Milliarden Franken verdoppeln. Die Wachstumsstory Stadler Rail soll ungebremst weitergehen. Auch nachdem Peter Spuhler – durch den Verkauf eines Teils seiner Stadler-Aktien – ein schönes Sümmchen aus seinem Lebenswerk herausgelöst haben wird.

Als Unternehmer Spuhler vor dreissig Jahren Stadler übernahm, hatte das Unternehmen 18 Mitarbeitende. Heute beschäftigt der Hersteller von Hochgeschwindigkeitszügen, U-Bahnen, Trams und anderen Schienenfahrzeugen im In- und Ausland zusammengerechnet 8500 Leute. Diese Wachstumsgeschichte ist primär der persönliche Erfolg von Patron und Alt-SVP-National Spuhler.

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8 Kommentare

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  • Kommentar von Max Wyss  (Pdfguru)
    Es ist anzunehmen, dass dies Bestandteil von Herrn Spuhler's Nachfolgeregelung ist. Der Artikel gibt leider nicht an, um wieviel er seinen Anteil reduzieren will, aber es ist anzunehmen, dass er weiterhin die absolute Mehrheit in der Hand hält. Damit wird die Gefahr, dass die Unternehmung durch das Management zu einem Sauhaufen wird, schon etwas reduziert. Nur, wie immer, der Teufel sitzt im Detail.
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    1. Antwort von Junior Cruz  (Junior Cruz)
      Na ja, steht ja so im Artikel: "Peter Spuhler soll auch nach dem Börsengang grösster Aktionär und Verwaltungsratspräsident bleiben."
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  • Kommentar von Martin Hess  (MH)
    Meine Erfahrung ist, dass ein Börsengang eine Firma und die Kultur zerstören und der Fokus weg von Mitarbeitern und Produkten hin zu Aktienperformance gelenkt wird. Schade.
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  • Kommentar von Junior Cruz  (Junior Cruz)
    Die Welt ist tatsächlich im Wandel! Ein ehemaliger SVP-Politiker setzt eine ehemalige SP-Politikerin in den Verwaltungsrat! Wenn das keine positive Nachrichten sind, was dann? Anscheinend funktioniert die Zusammenarbeit eben doch wenn man aufhört stur seine Partei-Psalmen herunter zu singen. Auf die alten vertrockneten konservativen Haltungen kommt noch etwas auf sie zu in der Zukunft.
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