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Sommer-Wildkräuter Schön und lecker: Diese fünf Wildblüten kann man essen

Die letzten Sommertage nochmals kulinarisch geniessen. Und zwar mit den leuchtenden Farben der Wildkräuterblüten.

Der Dost

Im Sommer wohl eines der schmackhaftesten Wildkräuter. Sein lateinischer Name «Origanum vulgare» lässt erraten, wonach das Kraut riecht. Man fühlt sich beim Zerreiben der Blätter und Blüten an den Oregano erinnert.

Erkennungsmerkmale: Mehrere Teilblütenstände; kurzstielige, eiförmige Blätter, die paarweise versetzt sind; Stängel ist behaart, leicht rötlich, vierkantig bis rundlich und verholzt. Blütenkelch ist fünfzähnig, Blütenkrone rötlich mit einer flachen Oberlippe und einer dreiteiligen Unterlippe.

Kochen: Als Gewürz in Saucen, in Salaten, auf Pizza etc. (wie Oregano), Blüten und Blätter als Tee, auch für Desserts spannend.

Die Wegwarte

Wegwarte am Blühen
Legende: Die Wegwarte leuchtet richtig durch die hellblauen Blüten, zumindest am Morgen. SRF 1 / Olivia Gähwiler

Der Arzt Theophrastus Bombastus von Hohenheim, genannt Paracelsus, war schon ein Fan. Naturheilkundler Sebastian Kneipp war es ebenfalls. Sie beide waren begeistert von der himmelblauen Sonnenbraut, wie die Wegwarte umgangsprachlich auch genannt wird. Im Jahr 2020 wurde sie gar zur Heilpflanze des Jahres erkoren, weil sie dank ihren Bitterstoffen gegen Verdauungsprobleme helfen soll.

Erkennunsgmerkmale: Zähe, sperrige Stiele; feine himmelblaue Blüten, die meist nur am Morgen geöffnet sind; Blätter ähnlich geformt wie beim Löwenzahn - sie sind am Boden fächerartig angeordnet.

Kochen: Die Blüten eignen sich gut zum Kandieren, können aber auch für bitter-salzige Aufstriche verwendet werden. Aus den Wurzeln kann Kaffee-Ersatz gemacht werden.

Der Rotklee

Eine blutreinigende und entkrampfende Wirkung spricht man dem Rotklee zu. Darum schwören viele Naturbegeisterte auf Tees aus Rotklee. Sie sollen PMS-, Menstruations- sowie Wechseljahrs-Beschwerden lindern.

Erkennunsgmerkmale: Spindeldünne Stängel; daraus gehen drei nebeneinander angeordnete Blätter hervor, meistens mit einem hellen Fleck in der Mitte. Die Blüten haben zahlreiche schmale, violette bis purpurrote Röhrblüten und bilden eine Kugel.

Kochen: Sirup, Kartoffelstock, Knäckebrot, Omeletten, Salate, Marinieren von Beeren.

Die Malve

Die Malve wird auch «Chäslichruut» genannt. Sie hat den Namen von ihrer ringförmigen Samen-Anordnung. Diese sieht nämlich aus wie ein Laib Käse. Schmecken tut die Malve aber gar nicht käsig, sondern ganz leicht süsslich.

Erkennunsgmerkmale: Runde, behaarte Stängel; Blätter handförmig/fünflappig geteilt; Blütenblätter rosa, purpur bis dunkelviolett, teils mit Streifen durchzogen und in den Blattwinkeln angeordnet; an der Spitze der Blätter hat es eine markante Einbuchtung.

Kochen: Kandiert als Dessert, aber auch in Salaten, Aufstrichen oder Suppen, bindet Saucen.

Die Nachtkerze

Die Nachtkerze sollte man am Abend bei Beginn der Dämmerung beobachten. Denn dann ploppen die feinen Blüten aus ihreren Umhüllungen, und mit etwas Glück kann man sogar beobachten, wie ein Nachtfalter vorbeifliegt und sich am Nektar der Blume bedient.

Erkennunsgmerkmale: Längliche Blätter sind wechselständig aufrecht am Stängel angeordnet. Blüten sind in einem vielblütigen und traubigen Blütenstand angeordnet. Blütenkronblätter sind leuchtend gelb.

Kochen: Blüten können gefüllt werden, als Salat gegessen oder auch kandiert werden. Samen wie Sesam nutzbar, Knospen in Öl einlegen als Antipasti.

SRF 1, A Point 24.07.2023, 11:40 Uhr

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