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Stille Oasen am Weg Diese vier bezaubernden Klosteranlagen sind einen Besuch wert

Vom abgeschiedenen Leben der Karthäuser über die bodenständige Einfachheit der Kapuziner bis zum arbeitsreichen Alltag der Benediktiner und der stillen Kraft der Zisterzienserinnen: SRF-Outdoor-Reporter Marcel Hähni nimmt Sie mit auf eine faszinierende Reise zwischen Natur, Geschichte und gelebter Spiritualität.

Marcel Hähni

Outdoor-Reporter

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Marcel Hähni, Jahrgang 1970, ist Redaktor und Produzent bei Radio SRF 1 und ausgebildeter Wander- und Schneeschuh-Wanderleiter. Zu seinen bevorzugten Wanderzielen gehören die Zentralschweiz und die Ostschweiz mit dem Alpstein, dem Rätikon und dem Engadin. Regelmässig berichtet er auf srf1.ch und am Radio über seine neuesten Abenteuer und verrät Tipps und Tricks für die Outdoorwelt.

1. Kloster Mariastein – die Exklave im Kanton Solothurn

Mariastein gehört zur Gemeinde Metzerlen SO und ist fast vollständig vom Kanton Basel-Landschaft sowie der französischen Grenze umgeben. Mariastein ist nach Einsiedeln der zweitwichtigste Wallfahrtsort der Schweiz.

Die Klosteranlage liegt äusserst idyllisch auf einer Hochebene über dem Leimental, eingebettet in die typische Jura-Landschaft der Region.

Einen Besuch empfehle ich allen, die einen Ausflug machen möchten, bei dem man zwischen den Kantonen und Ländern auch hin- und herwandern kann. Zur Wanderroute.

2. Kartause Ittingen – Synonym für absolute Stille

Die Kartause Ittingen ist ein ehemaliges Kloster der Kartäuser und liegt auf der rechten Thurtalseite nördlich von Frauenfeld. Die Lage gilt als ein Kraftort der Ostschweiz zwischen Winterthur und dem Bodensee. Zur ehemaligen Klosteranlage gehören unter anderem ein Gutsbetrieb und ein Weinberg.

Eine beliebte Wanderung von Frauenfeld zur Kartause Ittingen nach Nussbaumen ist eine der schönsten in der Region. Von der Kartause Ittingen führt die Route durch das Seebachtal.

Hier kommt man am Nussbaumer-, Hüttwiler- und Hasensee vorbei. Die Kartause Ittingen sollten alle besuchen, für die die Schweiz hinter Winterthur aufhört. Zur Wanderroute.

3. Kloster Frauenthal Lebkuchen für die Obrigkeit

Frauenthal ist das älteste Zisterzienserinnenkloster in der Schweiz, das heute noch am Ort seiner Gründung steht. Die Klosteranlage liegt auf einer vom Fluss Lorze gebildeten Insel, in einer Talsenke nördlich von Hagendorn bei Cham im Kanton Zug.

Von der Klosteranlage bietet sich die Wanderung hinunter an die Reuss und dann auf dem Damm oder direkt am Ufer entlang, vorbei an renaturierten Auenlandschaften, bis nach Sins im Kanton Aargau an. 

Einen Ausflug ins Frauenthal empfehle ich allen, die eine neue Region kennenlernen wollen und sich nicht scheuen, ohne GPS das Frauenthal überhaupt zu finden. Zur Wanderroute.

4. Kapuzinerkloster Rapperswil – ein Kloster zum Mitleben

Das Kapuzinerkloster Rapperswil besteht seit dem 16. Jahrhundert. Es befindet sich direkt am sogenannten «Endingerhorn» auf einer in den Zürichsee ragenden Halbinsel, die mit der historischen Stadtbefestigung von Rapperswil verbunden ist.

Den Besuch des Kapuzinerklosters in Rapperswil verbindet man am besten mit einer Wanderung über die längste Holzbrücke (841 m) der Schweiz von Hurden SZ nach Rapperswil.

Rapperswil sollte man besuchen, weil es ein altes und hübsches Städtchen ist, in dem Elefanten und Giraffen zum Stadtbild gehören und die Bürger sich immer wieder gegen eine Übernahme der Zürcher gewehrt haben. Zur Wanderroute.

Radio SRF 1, 11.5.2026, 7:15 Uhr

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