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Reform des Energiegesetzes Pflicht zum Solardach auf allen Neubauten?

Bundesrätin Simonetta Sommaruga will den Ausbau der erneuerbaren Energie vorantreiben.

Ausnahmen beim Denkmalschutz

Bei der Solarpflicht für Neubauten könnte es Ausnahmen geben: Falls ein Solardach wirtschaftlich oder technisch nicht möglich ist oder dem Schutz eines Ortsbildes oder dem Denkmalschutz widerspricht.

Swissolar drückt aufs Tempo

Auf eine Pflicht für Hauseigentümer, an ihren Neubauten Solarpanels anzubringen, verzichtet der Bundesrat zwar. Vom Tisch ist das Thema aber nicht, denn es steht in der Vernehmlassung zur Diskussion. Jürg Grossen, GLP-Nationalrat und Präsident von Swissolar, dem Fachverband für Sonnenenergie, ist «überrascht» über den Verzicht. Der Bundesrat müsse ein Antwort geben, woher der Strom in Zukunft komme. Eine Pflicht wäre ein «gutes Instrument» sagt er.

Wenig Begeisterung beim Hauseigentümerverband

Eine Pflicht ist aus Sicht von Hans Bättig vom Berner Hauseigentümerverband der falsche Weg. Bei Neubauten Solaranlagen vorzusehen, sei «vernünftig und in vielen Fällen Standard». Er sei über die Zurückhaltung des Bundesrates nicht «überrascht». Seit der Ablehnung des CO2-Gesetzes nimmt Hans Bättig den Bundesrat als «hektisch und etwas ratlos» wahr.

Kantone gehen voran

18 Kantone verfügen bereits über Mustervorschriften im Energiebereich. Diese sehen vor, dass sich neue Gebäude «ganzjährig möglichst selbst mit Wärmeenergie und zu einem angemessenen Anteil Elektrizität» versorgen sollen. Auf welche Art der Strom erzeugt wird, ist nicht festgeschrieben. In der Regel dürften dafür aber Photovoltaikanlagen eingesetzt werden.

Gäste in der Sendung «Forum» auf Radio SRF 1

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  • Pro: Jürg Grossen, GLP-Nationalrat Bern und Präsident Swissolar.
  • Contra: Hans Bättig, Vorstand Hauseigentümerverband Kanton Bern und Anwalt.

Hinweis: Die Diskussionssendung «Forum» hat einen neuen Sendeplatz und findet jeden Donnerstag von 10 bis 11 Uhr live statt.

Anstieg Solarenergie

Die Energie der Sonne wird in der Schweiz immer mehr genutzt: Im Jahr 2020 stammten 5% des Schweizer Strommix aus Solarenergie. Zwischen Januar und Oktober 2021 wurden über 18’000 Photovoltaikanalgen angemeldet. Das entspricht einer Zunahme von 25% gegenüber dem Vorjahr. Allerdings: Um die Atomkraft und die fossilen Energieträger zu ersetzen benötigt die Schweiz massiv mehr Solarleistung auf Schweizer Dächern.

Radio SRF 1, Sendung «Forum», 3.2.2022, 10 Uhr

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88 Kommentare

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  • Kommentar von Sebastian Hofer  (hose)
    Viele Probleme von Menschen ohne eigene Erfahrung.
    Mein Dach amortisiert sich dank Photovoltaik in ca. 12-15 Jahren. Danach liefert es weiter Strom und bleibt auch dicht. Ein Ziegeldach amortisiert wann?
    Ja, ein PV-Dach ist teurer. Autos gibt es auch ohne Extras auch billiger.
    Keine Lösungen für den Überschuss im Sommer? Stimmt!
    Ohne Überschuss entwickelt keiner Lösungen! Boote wurden am Wasser erfunden, nicht in der Wüste.
    KKW werden ja nicht heute abgestellt. Aber Ziel sollte es sein!
  • Kommentar von Guido Federer  (Hydropower)
    Bei der Wirtschaftlichkeit muss berücksichtigt werden, dass man beim selber verbrauchten Strom neben dem Strompreis auch die Netzkosten spart.
  • Kommentar von Kilian Eggel  (Walliser74)
    Habe vor kurzem ein EFH gebaut und hab mir überlegt eine PV Anlage zu Installieren. Bin aber bald von dieser Idee weg gekommen. Die Ausgaben von 34.000.-Sfr. waren mir zu hoch. Der Anreiz ist einfach zu klein. Wenn ich später eine Anlage installiere habe ich noch einen Steuervorteil den ich beim Neubau nicht habe. Zudem finde ich eine Einspeisung Vergütung von 8 Rp. zu wenig. Ich denke das noch vieles vom Kanton / Gemeinde und vom Stromanbieter gemacht werden muss damit dies attraktiver wird.