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Winter-Paralympics 2026 Darum gehört die Schweiz nicht (mehr) zu den ganz Grossen

Die Schweiz ist eine Wintersportnation. Bei den Paralympics bleibt der grosse Erfolg jedoch häufig aus. Warum?

Am Freitag beginnen die Paralympischen Winterspiele in Mailand und Cortina. Die Schweiz reist mit neun Athleten nach Italien an und ist in vier Disziplinen vertreten. Mit der aktuellen paralympischen Delegation möchte man das Ergebnis von Peking 2022 übertreffen.

Vor vier Jahren fuhr der Para-Skirennfahrer Théo Gmür in der Abfahrt auf den dritten Platz und holte damit die einzige Schweizer Medaille.

Der Para-Skirennfahrer Théo Gmür mit seiner Bronze-Medaille an den Winter Paralympics 2022 in Peking.
Legende: Winter-Paralympics 2022: Bronze für Théo Gmür. Der Walliser holte an den Paralympischen Winterspielen in Peking als einziger Schweizer eine Medaille. Keystone/Ennio Leanza

Für eine ausgewiesene Wintersportnation fiel die Bilanz vergleichsweise bescheiden aus. Die Nachbarländer Österreich und Italien waren mit 13 und sieben Medaillen deutlich erfolgreicher. Sowohl Österreich als auch Italien verfügen über etablierte Strukturen für alpine Para‑Sportarten. Ausserdem trugen in Peking starke Einzelleistungen zum Erfolg an den Paralympischen Winterspielen bei. Auch Tom Reulin, Chef de Mission Paralympics 2026, sagt: «Eine Medaille an den Paralympischen Winterspielen ist für die Schweiz deutlich zu wenig.»

Talentförderung ist das A und O

Der Leiter der Delegation in Milano Cortina sieht vor allem bei der Talentförderung noch Verbesserungsbedarf: «Um ganz oben erfolgreich zu sein, braucht es nicht nur Parasportler, es braucht Talente.» Diese im Spitzensport zu finden und über Jahre sukzessive aufzubauen sei eine Herausforderung. So ist die Schweiz an den kommenden Winter-Paralympics auch nur in vier von sechs Disziplinen vertreten. In den Teamsportarten Para-Eishockey und Wheelchair Curling bleibt die Schweiz aussen vor. Insgesamt finden in Milano Cortina vom 6. bis am 15. März 79 Medaillen-Wettbewerbe statt.

Die Olympischen und Paralympischen Ringe nebeneinander in Cortina.
Legende: Das paralympische Symbol rechts weist auf die Austragung der 14. Paralympischen Winterspiele in Cortina und Mailand hin. Keystone/Andrew Medichini

Gemeinsam mit PluSport und Rollstuhlsport Schweiz – unter anderem am Standort Nottwil, wo sitzende Skifahrerinnen und Skifahrer betreut werden – investiere man deshalb gezielt in Projekte und zusätzliche Ressourcen. Ziel sei es, mehr Athletinnen und Athleten zu finden und sie nachhaltig für den Leistungs- und Spitzensport zu begeistern.

Swiss Paralympic verfolgt damit ein grosses Ziel. Falls die Paralympischen Winterspiele 2038 in der Schweiz stattfinden, möchte man in allen sechs Disziplinen vertreten sein: «Und wir wollen nicht nur mitmachen, sondern um Medaillen und Diplome kämpfen können», so Reulin.

Früher war die Schweiz stärker

Die erfolgreichste Zeit der Schweizer Winter-Paralympics-Delegation liegt ein paar Jahre zurück. In den Anfängen war das Schweizer Team insbesondere im Para-Ski-Alpin stark. Viele Athletinnen und Athleten holten gleich mehrere Medaillen. So brachte die Schweizer Delegation bei den Winterspielen 1980 und 1984 insgesamt 46 Medaillen nach Hause.

Mit Rolf Heinzmann (links), Hans-Jörg Arnold (Mitte) und Hans Burn mit ihren Medaillen an den Winter Paralympics 2002.
Legende: Von links nach rechts: Rolf Heinzmann, Hans-Jörg Arnold und Hans Burn mit ihren Medaillen vom Slalom der Männer bei den Paralympischen Winterspielen 2002 in Salt Lake City. Heinzmann gewann Gold (LW6/8), Arnold ebenfalls Gold (LW12) und Burn Silber (LW4). Keystone/Fabrice Coffrini

Aber auch in den 2000er-Jahren feierte die Schweiz an den Paralympischen Winterspielen in Kanada Erfolge. Rolf Heinzmann, ehemaliger Para-Skirennfahrer, gilt bis heute als Schlüsselathlet für die Schweiz. Mit insgesamt zwölf Goldmedaillen und zwei Silbermedaillen bei fünf Winter‑Paralympics (1980–2002) gehört er zu den erfolgreichsten Schweizer Winter‑Paralympioniken.

An den diesjährigen Winter-Paralympics gelten hingegen Para-Skirennfahrer Théo Gmür und Robin Cuche als Favoriten für eine Schweizer Medaille.

Radio SRF 1, Morgengast, 2.3.2026, 7:17 Uhr ; 

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