Zum Inhalt springen

Header

Zur Übersicht von Play SRF Audio-Übersicht

Vor den Paralympics in Italien Team-«Vater» Gmür will auch an seinen dritten Spielen Edelmetall

Para-Skifahrer Théo Gmür geht bei Milano Cortina 2026 als routinierter Olympionike an den Start. Nach verletzungsgeprägten Jahren peilt er die Medaillen an.

Vom 6. bis 15. März finden in Mailand und Cortina die 14. Paralympischen Winterspiele statt. Die Schweiz wird mit neun Athleten vertreten sein, darunter der Para-Skirennfahrer Théo Gmür. Der inzwischen 29-jährige Walliser wird in Italien bereits seine dritten Spiele bestreiten – und nimmt dabei zum dritten Mal die Medaillen ins Visier.

Gmür gewann 2018 in Pyeongchang nämlich gleich 3 Goldmedaillen, in Peking holte er vor vier Jahren Bronze in der Abfahrt – die einzige Schweizer Paralympics-Medaille in China. Auch in Cortina soll es Grund zum Jubeln geben, wie Gmür bei der Kleiderabgabe gegenüber SRF sagt: «Ich fühle mich gut, die Vorfreude steigt.»

Endlich wieder fit

Dass Gmür mit Chancen auf Edelmetall an den Start gehen kann, ist angesichts der letzten Jahre nicht selbstverständlich. Seit den Spielen in Peking hatte der 29-Jährige immer wieder mit Verletzungen zu kämpfen. Nach einer Knieverletzung verpasste er die Saison 2023/24 etwa komplett, in diesem Winter machte ihm der Meniskus zu schaffen.

Pünktlich zum Grossanlass ist Gmür wieder fit. Besonders in seinen Paradedisziplinen Super-G und Riesenslalom, wo er 25 seiner 28 Weltcup-Podestplätze herausfuhr, rechnet sich der Walliser Medaillenchancen aus: «Ich muss intelligent fahren, dann kann es klappen.» In dieser Saison verpasste Gmür ein Weltcup-Podest als Vierter dreimal nur knapp.

Gmür, der Team-«Vater»

Der bald dreifache Olympionike ist der routinierteste Athlet im Alpin-Team. Entsprechend beliebt ist Gmürs Rat bei den Jüngeren, bei den Para-Skifahrern sind dies die Olympia-Neulinge Emerick Sierro und Ueli Rotach. Gmür hilft den beiden gerne: «Ich bin so etwas wie der Vater oder der grosse Bruder für die zwei Jungen im Team. Es ist schön, etwas zurückzugeben.»

Insgesamt kommen fünf Schweizer Athleten bei Milano Cortina 2026 zur Premiere auf der olympischen Bühne. Mit Aron Fahrni gehört auch ein Snowboarder dazu, der sich sowohl im Snowboardcross wie auch im Banked Slalom Medaillenchancen ausrechnen kann: «Es kann viel drin liegen. Ich fixiere mich aber nicht auf eine Rangierung.»

Fahrnis Ziel sei es, den Grossanlass möglichst gelassen anzugehen: «Ich versuche, möglichst cool zu bleiben. Dann kann ich meine Leistung am besten abrufen.» Die Vorfreude des Emmentalers ist gross, besonders auch auf den Austausch mit anderen Para-Athleten: «Am meisten freue ich mich darauf, viele Personen mit interessanten Geschichten zu sehen. Ich glaube, im Para-Sport haben alle einen besonderen Hintergrund.»

SRF zwei, sportflash, 23.2.2026, 20 Uhr ; 

Meistgelesene Artikel