Wann und wo finden die Paralympics statt?
Die Paralympics finden vom 6. bis 15. März 2026 statt. Die Wettkämpfe werden in Mailand, Cortina d’Ampezzo und weiteren norditalienischen Orten ausgetragen. Die Eröffnungsfeier geht in Verona über die Bühne, die Schlusszeremonie im Eishockey-Stadion von Cortina.
Welche Sportarten werden ausgetragen?
6 Sportarten stehen auf dem Programm: Ski alpin, Biathlon, Langlauf, Snowboard, Eishockey und Rollstuhlcurling. Insgesamt werden 665 Startplätze vergeben, bei denen die Athletinnen und Athleten in 79 Entscheidungen um Medaillen kämpfen.
Was ist neu im Programm der Paralympics?
Das Wettkampfprogramm wurde erweitert: Erstmals sind die Mixed-Doubles im Rollstuhlcurling Teil der Spiele.
Welche Schweizer sind dabei?
Die Schweizer Delegation ist in Italien mit 9 Athleten vertreten, 5 von ihnen nehmen erstmals an Paralympischen Spielen teil. Leistungsträger sind Robin Cuche, Sieger der Abfahrtswertung, Snowboard-Gesamtweltcupsieger Aron Fahrni und der einzige Schweizer Medaillengewinner von 2018 und 2022, Théo Gmür. Dieses Trio weist die grössten Medaillenchancen auf und gehört so auch zu jenen Sportlern, an denen das Ziel von drei Medaillen festgemacht wurde. Frauen sind keine dabei.
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Bild 1 von 9. Théo Gmür (Ski Alpin, standing). Das Schweizer Aushängeschild. Der 29-Jährige hat schon 4 Paralympics-Medaillen gewonnen, 3 Mal Gold in Pyeongchang 2018 und 1 Mal Bronze in Peking 2022. Bildquelle: Keystone/Ennio Leanza.
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Bild 2 von 9. Ueli Rotach (Ski Alpin, standing). Der Toggenburger Nachwuchsathlet bestreitet seine ersten Paralympics. Der 23-Jährige wird im Riesenslalom an den Start gehen. Bildquelle: Keystone/CLAUDIO THOMA.
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Bild 3 von 9. Robin Cuche (Ski Alpin, standing). Der Routinier und Neffe von Didier Cuche, der den Ski-Trick ebenfalls beherrscht. Der 27-Jährige stand bereits in Sotschi 2014 im Einsatz. 2023 und 2024 gewann er den Gesamtweltcup in der Abfahrt. Mit ihm ist in den Speeddisziplinen zu rechnen. Bildquelle: Keystone/Ennio Leanza.
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Bild 4 von 9. Emerick Sierro (Ski Alpin, standing). Der 19-jährige Allrounder aus dem Waadtland weist einen 6. Platz in der Abfahrt in Tignes als bestes Weltcup-Ergebnis aus. Bildquelle: Keystone/CLAUDIO THOMA.
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Bild 5 von 9. Christophe Damas (Ski Alpin, sitting). Der 23-jährige Appenzeller gab sein Weltcup-Debüt 2023, 2025 wurde er erstmals für die WM selektioniert. Nun folgt die Premiere auf der grösstmöglichen Bühne. Bildquelle: Keystone/CLAUDIO THOMA.
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Bild 6 von 9. Pascal Christen (Ski Alpin, sitting). Der 34-Jährige startet in allen fünf alpinen Disziplinen des Para-Skisports. Der Riesenslalom und der Super-G gehören dabei zu seinen Stärken. Er war bereits vor 4 Jahren in Peking Teil der Schweizer Delegation. Bildquelle: Keystone/Ennio Leanza.
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Bild 7 von 9. Aron Fahrni (Snowboard). Ein heisser Medaillenkandidat. An der WM 2023 in La Molina holte er Gold im Banked Slalom und Silber im Snowboardcross. In dieser Saison holte er 5 Weltcupsiege und gewann die grosse Kristallkugel. Bildquelle: Keystone/CLAUDIO THOMA.
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Bild 8 von 9. Fabrice von Grünigen (Snowboard). Der Berner Oberländer überraschte mit seinem ersten Weltcupsieg Anfang Februar. Auch er tritt im Banked Slalom und im Snowboardcross an. Bildquelle: Keystone/CLAUDIO THOMA.
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Bild 9 von 9. Luca Tavasci (Langlauf und Biathlon). Erstmals seit Vancouver 2010 startet die Schweiz an den Paralympics wieder im Biathlon. Der Engadiner Tavasci hat neben der Selektion im Langlauf auch die Qualifikation im Biathlon geschafft. Bildquelle: Keystone/EPA/SIMON BRUTY/HANDOUT.
So sieht das Programm von SRF aus
Der Fokus liegt auf den Entscheidungen mit Schweizer Beteiligung. Diese sind tagsüber im kommentierten Livestream zu sehen. Auch die Eröffnungs- und Schlussfeier werden live übertragen. Zudem strahlt SRF zwei täglich am Abend die Sendung «Para-Graf – das Paralympics-Magazin» mit Youtuber Jahn Graf und SRF-Moderator Olivier Borer sowie verschiedenen Talkgästen aus.
Das besondere Jubiläum
Die Paralympischen Winterspiele feiern das 50-jährige Jubiläum. 1976 fand die erste Ausgabe im schwedischen Örnsköldsvik statt. Zudem sind es die ersten Paralympics in den europäischen Alpen seit 20 Jahren (damals in Turin). Italien richtet die Paralympics zum 3. Mal aus. Die Sommerspiele 1960 in Rom gelten sogar als erste Ausgabe der Paralympics, auch wenn der Begriff erst nachträglich ab 1988 offiziell verwendet wurde.
Warum dürfen Sportler aus Russland und Belarus teilnehmen?
Das Internationale Paralympische Komitee hat im September 2025 beschlossen, die Suspendierung von Russland und des verbündeten Belarus aufzuheben. Damit sind die beiden Nationalkomitees wieder als Vollmitglieder zugelassen. Es werden 6 russische und 4 belarussischen Athletinnen und Athleten unter ihrer Flagge teilnehmen.