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Fake News in der Musik «Paul is dead» und andere Verschwörungstheorien aus der Musikwelt

Elvis Presley im «Burger King», Taylor Swift im Pentagon und ein toter Paul McCartney: Fake News in der Musikwelt haben Tradition – und eines verbindet sie alle: Sie sind völlig haltlos.

Die Mutter aller musikalischen Verschwörungstheorien geht – wie so vieles – zurück auf die Beatles. Aus einer einfachen Falschmeldung über einen angeblichen Autounfall Paul McCartneys im Jahr 1966 verbreiteten sich die abenteuerlichsten Konspirationsmythen über seinen Tod. Die Bandmitglieder hätten seinen Tod bewusst verschwiegen oder wurden dazu gezwungen, Paul durch einen Doppelgänger zu ersetzen.

Paul McCartneys talentierter Doppelgänger

Später wurde das Albumcover von «Abbey Road» als Indiz für die Verschwörung herangezogen. McCartney läuft hier nicht im Gleichschritt mit den drei anderen Beatles, ist ausserdem barfuss und hält seine Zigarette in der rechten Hand (Paul war Linkshänder).

Paul McCartney barfuss auf dem Albumcover von Abbey Road. Im Hintergrund der VW Käfer mit der Autonummer 28 IF.
Legende: Paul McCartney barfuss und mit Zigarette auf dem Albumcover von Abbey Road. Im Hintergrund der VW Käfer mit der Autonummer 28IF. IMAGO / ZUMA Press Wire

Der VW-Käfer im Hintergrund mit der Autonummer 28IF soll auf Pauls Alter hinweisen, wenn er noch leben würde. Ausserdem singe John Lennon auf «Strawberry Fields forever» die Zeile «I buried Paul» (ich habe Paul begraben). In Tat und Wahrheit spricht Lennon dort die Worte «Cranberry Sauce».

«I buried Paul» oder «Cranberry Sauce?»

Totgesagte leben länger

Das berühmte Filmzitat «Totgesagte leben länger» gilt auch für tatsächlich verstorbene Musik-Ikonen. Der «King of Rock & Roll» bildet da keine Ausnahme. Elvis sei nach seinem Tod durch einen Herzinfarkt gesehen worden. Und zwar ausgerechnet in einer «Burger King»-Filiale. Die sogenannten Elvis-Sichtungen erlangten in den 1980er- und 1990er-Jahren breite mediale Aufmerksamkeit, unter anderem in den Fernsehsendungen «The Elvis Files« (1991) und «The Elvis Conspiracy» (1992).

Sänger in weissem Anzug mit ELVIS-Schriftzug im Hintergrund.
Legende: Beliebte Verschwörungstheorie in der Musikszene: Elvis-Sichtungen. AP Photo, file

Auch bei The Doors-Sänger Jim Morrison kam es zu umfangreichen Legendenbildungen. Gleich zwei Morrison-Biografen beschäftigen sich mit der Theorie, dass dieser seinen Tod nur vortäuschte, um in Ruhe Musik schreiben zu können.

La Toya und Michael Jackson sind eins

Das Leben von Michael Jackson war offenbar noch nicht bizarr genug. Denn schon zu Lebzeiten lief die Fake-News-Maschinerie rund um den «King of Pop» heiss. Eine der abenteuerlichsten Theorien: Er und seine Schwester LaToya seien ein und dieselbe Person. Schliesslich würden sie sich, nun ja, frappant ähneln.

Michael und La Toya Jackson auf einem Foto 2009.
Legende: Frappante Ähnlichkeit? Michael und La Toya Jackson. Getty Images/L.Cohen

Seit Michael Jacksons Tod 2009, den er angeblich nur vorgetäuscht hat, um den Missbrauchsvorwürfen zu entkommen, lebt er entweder im englischen Gloucestershire oder in Bahrain.

Taylor Swift im Pentagon

2024, auf dem Höhepunkt des Taylor-Swift-Hypes, war der Superstar mit einer Welle an Fake News konfrontiert. Verschiedene Medienhäuser, unter anderem Fox News und One America News, verbreiteten Nachrichten, Swift sei an geheimen Pentagon-Operationen beteiligt gewesen und dabei beauftragt worden, Joe Biden zur Wiederwahl zu verhelfen.

Person in rotem Kleid mit langen Haaren vor dunklem Hintergrund.
Legende: Taylor Swift als Pentagon-Agentin? Wohl eher als Popstar. IMAGO / UPI Photo

Auch AC/DC und Lorde im Fokus

Und wie kontert man Verschwörungstheorien? Mit Humor. Auf die Frage, ob seine Band AC/DC tatsächlich rückwärts aufgenommene Botschaften auf dem Album «Highway to Hell» platziert habe, antwortete Angus Young: «Macht euch nicht solche Mühe. Lest den Albumtitel vorwärts.»

Gitarrist in rotem Anzug spielt schwarze E-Gitarre auf der Bühne.
Legende: Nahm es mit einer Prise Humor: Angus Young über Verschwörungserzählungen rund um AC/DCs Musikkarriere. IMAGO / AAP

Ebenfalls mit Humor nahm es Sängerin Lorde. Ihre Karriere startete sie im Teenageralter. Aufgrund der Reife ihres Songwritings waren selbsternannte «Lorde Age Truthers» überzeugt, sie sei deutlich älter. Bei ihrem nächsten Interview stellte sie sich mit den Worten vor: «Ich bin Lorde und ich bin 45 Jahre alt.»

Fakt oder Fake? – Die Themenwoche bei SRF

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Ab dem 26. Januar 2026 beleuchtet SRF das Thema Fake News eine Woche aus verschiedenen Blickwinkeln – mit Reportagen, Recherchen und Faktenchecks zu aktuellen Themen aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Alle Inhalte finden Sie hier auf der Übersicht zur Themenwoche «Fakt oder Fake?».

Radio SRF 3, 30.1.2026, 8:40 Uhr

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