Vom Kinderzimmer auf internationale Bühnen
Dass sie Sängerin werden wollte, wusste Eileen Alister schon früh. Sie sang, bevor sie sprechen konnte. Mit acht Jahren schrieb sie ihren ersten Song, mit elf brachte sie sich selbst Englisch bei, um ihre Gefühle in ihren Texten besser ausdrücken zu können.
Als Teenagerin postete sie Song-Covers auf YouTube. Anfangs versteckte sie dabei noch ihre Identität, ganz in Hannah-Montana-Manier, mit Perücke und anderem Namen. In ihrem Dorf sei man als Teenagerin mit dem Berufswunsch «Sängerin» oft belächelt worden, mit den Worten: «Das schaffst du eh nicht.»
Und wie sie es geschafft hat: Letzten Herbst erschien ihr Debütalbum «Honeymoon In A Motel», im Februar folgte die EP «Room Service». Ihre zwei Europatourneen im Herbst 2025 und Frühling 2026 waren fast restlos ausverkauft. Als Nächstes stehen im Sommer zahlreiche Festivalauftritte in der Schweiz an.
Popstar auf Augenhöhe
Als gelernte Mediamatikerin verfügt Eileen über viele Skills, von denen sie bei der Vermarktung ihrer Musik profitiert. So setzt sie vieles gleich selbst um – von Album-Visuals bis zur Bewirtschaftung ihrer Social-Media-Kanäle.
Auf Social Media zeigt sie sich als Popstar mit Lolita-Punk-Attitude und ausgefallenen Outfits – cool, selbstsicher und erfrischend nahbar.
Ihre Community liegt ihr sehr am Herzen. Sie nimmt sich viel Zeit für den Austausch mit ihren Fans. «Ich bin mega dankbar, dass die richtigen Leute meine Musik gefunden haben und sogar an meine Konzerte kommen», sagt sie. «Es ist ein riesiges Geschenk, mit solch einer tollen Community wachsen zu dürfen.»
Family first
Eileen sprudelt nur so vor Energie und Motivation und würde am liebsten von einer Tour direkt auf die nächste gehen. Trotzdem freut sie sich jeweils, nach Hausen am Albis zurückzukehren und Zeit mit ihrer Familie zu verbringen.
Sie steht ihrer Familie sehr nahe. Das lässt sich auch an ihrem Künstlerinnen-Namen «Alister» erkennen. Dieser setzt sich aus Vor- und Nachnamen einiger ihrer Familienmitglieder zusammen.
Geteilte Gefühle
Mit ihrer Familie könne sie über alles reden, gewisse Themen verarbeite sie aber meistens zuerst beim Schreiben. «Ich behandle meine Songtexte ein bisschen wie ein Tagebuch», sagt sie.
Ein Tagebuch, in welchem sich viele wiederfinden: «Es sind sehr persönliche Geschichten, die aber viele für sich selbst interpretieren können. Sie handeln von Themen, die wahrscheinlich alle schon einmal erlebt haben.»
Da ist zum Beispiel «2 Heavens 2 Hearts», ein Song über einen Verlust, den sie als Kind erlitt. Ein sehr emotionales Thema – und eines, dem Eileen auf der Bühne bewusst Raum gibt. Sie betont: «Das ist es doch, was Musik schön macht: dass man Emotionen zeigen kann.»