Sie sind herzig auf dem Bildschirm oder der Leinwand – doch wer mit vierbeinigen Darstellern drehen möchte, muss einiges beachten. Die SRF-Koproduktion «Mein Freund Barry» erweckt die Geschichte des berühmtesten Rettungshundes der Alpen neu zum Leben. Dafür standen gleich mehrere Hunde vor der Kamera, denn Barry wird im Laufe des Films vom kleinen Welpen zum langbeinigen Bernhardiner-Jungspund. Mehrere Welpen und zwei Junghunde teilten sich die Rolle des felligen Protagonisten. So konnten sich die Tiere in den Drehpausen erholen und gezielt auf ihre Einsätze vorbereitet werden.
Damit das, was die Zuschauenden auf der Leinwand sehen, möglichst authentisch wirkt, mussten die Barrys sowie ihre Filmtiertrainerin Alexandra Lovisi so manche Herausforderung meistern. Insbesondere das junge Spielalter der Hunde machte den Dreh zu einem Abenteuer – denn die beiden vierbeinigen Hauptdarsteller steckten mitten in der Pubertät.
Zurückhaltung und Selbstdisziplin kosten die Hunde in dieser Entwicklungsphase ein Vielfaches mehr an Mühe. Schon das Filmset selbst war voller Verlockungen: Gedreht wurde im Neuschnee – und die Schneemengen mussten im Film gänzlich unberührt aussehen. «Das war nicht nur für das Filmteam herausfordernd, sondern auch für einen jungen Hund, der sich tierisch über Schnee freut», erzählt Alexandra Lovisi.
Auch während der Dreharbeiten sorgten die Hunde für einige herzliche Lacher. Zum Beispiel, als Barry durch einen Eistunnel sausen sollte, diesen aber auch gleich rückwärts wieder hochkam. Bei all der Aufregung und Konzentration sind Pausen für die tierischen Darsteller umso wichtiger, betont die Filmtiertrainerin: «Ich lege sehr grossen Wert darauf, dass unsere Hunde in Drehpausen und in der Freizeit auch einfach mal Hund sein dürfen.»
SRF-Hunde eroberten schon früher die Herzen des Publikums
Die Barrys sind längst nicht die ersten Hunde, die für SRF vor der Kamera stehen. Von Sheriff in «Supertreffer» über Jabba bei «Über Stock und Stein» bis zu Tilly in «Die grössten Schweizer Talente»: Über den Bildschirm tapsten schon einige Fellnasen – und schlichen sich in die Herzen der Zuschauenden. «Hallo SRF!» hat im Archiv nach den bekanntesten SRF-Hunden geforscht.
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Bild 1 von 7. Unvergessen: Sheriff als wuscheliger Kollege von Kurt Felix in «Supertreffer», hier im Jahr 1989. Bildquelle: SRF/Marianne Wolleb.
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Bild 2 von 7. Jabba wanderte mit Nik Hartmann «Über Stock und Stein», hier im Jahr 2008. Bildquelle: SRF/Werner Koschig.
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Bild 3 von 7. Foxie stellte sich 2023 mit Stefan Büsser im «Donnschtig-Jass» einer Agility-Challenge, ebenso wie Sir Henry mit Fabienne Louves. Bildquelle: SRF.
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Bild 4 von 7. Filou war in «Tiergeschichten» unterwegs mit Monika Fasnacht, hier im Jahr 2018. Bildquelle: SRF.
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Bild 5 von 7. Wuschel erfreute sich grosser Beliebtheit bei den Kleinen und hatte im Kinderprogramm von SF1 seine eigene Sendung. Das Bild zeigt ihn bei Dreharbeiten im Mai 2000. Bildquelle: SRF/Marcel Weiss.
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Bild 6 von 7. Tilly präsentierte mit Claudia Moser 2012 bei «Die grössten Schweizer Talente» ihr Können im Dogdance. Bildquelle: SRF/Paolo Foschini.
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Bild 7 von 7. So mancher hündische SRF-Mitarbeiter blieb jedoch auch hinter den Kulissen, so etwa Hund Lars, der im Jahr 1998 mit Thomas Bucheli und Andrea Bauer im «Meteo»-Redaktionsbüro Wetterkarten studierte. Bildquelle: SRF/Oscar Alessio.