«Der Mann des Zufalls» von Yasmina Réza

Der Schriftsteller Paul Parsky sitzt im Zug von Paris nach Frankfurt einer Frau gegenüber, die ihn gleich erkannt hat. Sie ist ein Fan von ihm. Sie hat Parskys neustes Buch «Der Mann des Zufalls» bei sich. Und natürlich möchte sie mit ihm ins Gespräch kommen.

Porträt.
Bildlegende: Yasmina Reza, 1959 in Paris geboren, Schauspielerin und Schriftstellerin, wurde durch ihre Stücke «Kunst», «Drei Mal Leben» und «Der Gott des Gemetzels» in den vergangenen zwanzig Jahren zur weltweit meistgespielten zeitgenössischen Dramatikerin. Keystone

Die Befangenheit erzeugt ein bedeutsames Schweigen. Dass die Gedanken der beiden ähnliche Themen umkreisen, verleiht diesem Schweigen eine schmerzliche Schärfe. An Enttäuschungen haben beide zu knabbern. Bei ihm, dem von Natur aus Mürrischen, sind es berufliche Kränkungen und persönliches Ungemach: Schlaflosigkeit, die Verlobung seiner Tochter mit einem deutlich älteren Mann, verletzende Worte eines Freundes über sein neues Buch. Bei ihr ist es ein mehr oder weniger verzweifeltes Hadern mit dem Ende von Freundschaften: durch Tod, durch Entfremdung.

Mit: Nicole Heesters und Peter Roggisch

Aus dem Französischen von Eugen Helmlé - Musik: Hans Koch - Regie: Charles Benoit - Produktion: SRF 1995 - Dauer: 72'

Yasmina Reza, 1959 in Paris geboren, Schauspielerin und Schriftstellerin, wurde durch ihre Stücke «Kunst», «Drei Mal Leben» und «Der Gott des Gemetzels» in den vergangenen zwanzig Jahren zur weltweit meistgespielten zeitgenössischen Dramatikerin.

Hans Koch, geboren 1948, hat sich als Klarinettist mit seinen freien Improvisationen in der europäischen Jazzszene profiliert. Er spielte mit Grössen wie z. B. Cecil Taylor und Fred Frith zusammen. 1990 gründete er das Trio Koch-Schütz-Studer. Hans Koch wurde 2002 mit dem grossen Musikpreis des Kantons Bern ausgezeichnet.

Aus urheberrechtlichen Gründen können wir Ihnen nur einen Ausschnitt des Hörspiels anbieten.

Redaktion: Claude Pierre Salmony