Hörspiel-Premiere: «Rüebliturte» von Ernst Burren

Tante Lea meint, in ihrem Garten einen Panther gesehen zu haben. Greti macht auch mit Achtzig noch Campingferien. Frau Heimberg aus Hamburg wird aus dem Dorf gemobbt. Der pensionierte Geographielehrer Maibach wettert über die Dummheit der Schüler.

Der Schweizer Mundart Schriftsteller Ernst Burren an den 33. Solothurner Literaturtagen, am Sonntag, 5. Juni 2011, in Solothurn.
Bildlegende: Der Schweizer Mundart Schriftsteller Ernst Burren an den Solothurner Literaturtagen 2011. KEYSTONE/Urs Flüeler

Die Mundartgeschichten von Ernst Burren sind Selbstgespräche eines einsamen Menschen. Sie erzählen von ihren Ängsten, Enttäuschungen, Sehnsüchten. Doch die Sehnsüchte haben nicht mehr den grossen Atem und reichen kaum über den Weissenstein hinaus.

Ihre Geschichten verweisen auf die Brüche, die Risse, die Liebesnot. «Dieser Dichter ist kein Idylliker, er fabriziert keine Heimatkunst», sagt der Literaturkritiker Manfred Papst über Burren.

Die im Hörspiel verarbeiteten Geschichten stammen aus den letzten drei Publikationen von Ernst Burren: «Schnee schufle», «Dr Troum vo Paris», «No einisch uf d Maledive», alle erschienen im Cosmos Verlag Bern.

SRF 1 sendet «Rüebliturte» zum 70. Geburtstag von Ernst Burren.

Mit: Franziska Bussmann, Rahel Hubacher, Silvia Jost, Albert Freuler, Ueli Jäggi, Mike Müller, Hansrudolf Twerenbold

Musik: Barblina Meierhans - Akkordeon: Goran Kovacevic - Hörspielfassung und Regie: Geri Dillier - Produktion: SRF 2014 - Dauer: 50'

Ernst Burren (* 20.11.1944) lebt seit seiner Geburt im solothurnischen Oberdorf. Er war Primarlehrer im solothurnischen Bettlach und schreibt seit 1970 seine Geschichten und Gedichte ausschliesslich in Mundart. Darin lässt er Menschen aus ihrem Alltag erzählen und macht als hellhöriger Seismograph auch die Abgründe und Widersprüche sichtbar. Für sein Werk erhielt er zahlreiche Auszeichnungen. Er gehört zu den wichtigsten Mundartautoren der Schweiz.

  • Kontakt: hoerspiel@srf.ch

Redaktion: Geri Dillier