STORY: «Manchmal meinen die Angestellten, sie könnten überall mitreden»

Die Vorgesetzten heutzutage «leiden», sagt Führungscoach Thomas Stankiewitz. Chefinnen und Chefs fühlen sich von allen Seiten unter Druck gesetzt.

Reni Hänggli betreibt ein Trachten- und Dirndlgeschäft und pflegt als Chefin eine kollegiale Beziehung zu ihren Mitarbeiterinnen.
Bildlegende: Reni Hänggli betreibt ein Trachten- und Dirndlgeschäft und pflegt als Chefin eine kollegiale Beziehung zu ihren Mitarbeiterinnen. SRF

«Gegenüber dem Team möchtest du dich stark zeigen und nach oben willst du beweisen, dass du den Job im Griff hast.» erklärt Isabelle Steinauer ihre Situation als Teamchefin. Die 34-jährige hat genug von dieser Sandwich-Position und gekündigt.

Auch die Geschäftsinhaberin Reni Hänggli erlebt die Personalführung als anspruchsvoll und zeitintensiv. «Der Spagat zwischen Nähe und Distanz ist enorm schwierig», so die 36-jährige. «Früher musste der Lohn zur rechten Zeit kommen. Heute muss Arbeit Spass machen und die Firma hipp sein. Das sind unrealistische Ansprüche», so Marc Flückiger. Der 38-jährige ist Geschäftsführer einer Firma mit 120 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.


«Input Story» fragt die drei Führungskräfte: Macht's eigentlich Spass?

Autor/in: Sabine Meyer