Wahlen – Der letzte Listenplatz

Auftritt am Wochenmarkt, Podiumsdiskussion und Flyer verteilen. Wer in den Nationalrat will, muss Gas geben, und das, auch wenn man auf dem letzten Listenplatz steht. Was aber bedeutet der Wahlmarathon für die Familien der Kandidaten? «Input» über Lust und Frust auf dem letzten Listenplatz.

Fotos von zwei Familien, bei denen ein Mitglied in den Nationalrat will
Bildlegende: Familien im Wahlmarathon: SRF

Mehr als 3000 Politikerinnen und Politiker wollen, lediglich 246 können nach Bern ins Bundeshaus. Der Kampf um die National- und Ständeratssitze ist eröffnet. Auch für jene Nationalratskandidaten, die auf den letzten Listenplätzen stehen. Auch sie müssen Wahlkampf betreiben und dies mit voraussichtlich wenig Chancen auf Erfolg.

Wahlkampf betreiben aber nicht nur die Kandidaten selber, sondern auch die Familien der Kandidaten. So heisst es am Sonntagabend nicht etwa «Tatort» schauen, sondern Spenderbriefe abpacken und abschicken.

Gleicher Listenplatz unterschiedliches Budget

Auch das Wahlkampfbudget hat Auswirkungen auf die Familie. Denn schlussendlich nimmt jeder Kandidat auch selber Geld in die Hand aus der Familienkasse. So investiert Imelda Stadler von der FDP St. Gallen für ihren Wahlkampf auf dem letzten Listenplatz etwa 20‘000 Franken aus dem eigenen Portemonnaie. Martin Bossard von der Grünen Partei Aargau berappt 1000 Franken aus dem eigenen Sack.

Dreiteilige Wahlserie

Die «Input»-Sendung «Wahlen - Der letzte Listenplatz» vom Sonntag, 30. August, ist der Auftakt einer dreiteiligen Serie zu den Wahlen 2015.

Am 6. September geht es dann darum, wie die Parteien Nichtwähler besser erreichen, und am 13. September geht «Input» der Frage nach, wer innerhalb der Parteien im Wahlkampf die Fäden in der Hand hält.

Redaktion: Simona Caminada