Der Saxophonist Carlos Ward, mit Omri Ziegele

Geboren in Panama, aufgewachsen in Seattle und musikalisch sozialisiert mit dem Freejazz der Sechzigerjahre, suchte der Altsaxophonist und Flötist Carlos Ward seinen Weg bei Mentoren wie Abdullah Ibrahim und Don Cherry.

Abdullah Ibrahim bei einem Auftritt mit Carlos Ward und Band in London 1986.
Bildlegende: Im Schatten grosser Namen: Carlos Ward (m.), hier 1986 in der Band seines Mentors Abdullah Ibrahim (l.). Imago

Carlos Ward war frech und selbstbewusst, und es lohnte sich: Als der grosse John Coltrane 1965 in Seattle spielte, fragte er ihn, ob er mitspielen dürfe. Carlos durfte, und stand so für ein halbes Dutzend Nächte neben seinem Idol auf der Bühne. Gleiches passierte in Deutschland mit Don Cherry, dort entwickelte sich eine lebenslange Freundschaft daraus. Carlos Ward ist ein Musiker, der immer im Zusammenhang mit einem Grossen genannt wird und fast nie als eigenständige Figur. Das ist zwar ungerecht, aber nicht einfach nur unbegründet. Omri Ziegele hat Carlos Ward genau zugehört.

Erstausstrahlung: 05.05.15

Moderation: Annina Salis, Redaktion: Beat Blaser