Darum geht es: Bei einem Umzug kann man bei der Post einen kostenpflichtigen Nachsendeauftrag für sechs, zwölf oder 18 Monate machen. Dieser beinhaltet jedoch nur die Nachsendung der Briefe. Päckli kosten zusätzlich – acht Franken pro Paket. Ein Postkunde aus Appenzell findet das nicht in Ordnung und meldet sich beim SRF-Konsumentenmagazin «Espresso».
Deshalb wurde es teuer: Der Postkunde zieht innerhalb der gleichen Strasse um. Auch am neuen Ort hat er seine Firmenadresse. An Weihnachten bekommt er viele Pakete, alles Firmengeschenke. Da die meisten noch mit der alten Adresse angeschrieben sind, geht das ganz schön ins Geld. Er wusste das zwar, kann es aber nicht wirklich nachvollziehen: «Ich habe bereits 72 Franken bezahlt für die Umleitung meiner Privat- und Firmenpost, jetzt muss ich für jedes einzelne Paket noch einmal acht Franken bezahlen.» Und dies unabhängig davon, ob er noch in der gleichen Strasse wohnt und ob er das Päckli zu Hause in Empfang nimmt oder bei der Post abholt.
Die Gebühr von acht Franken deckt einen Teil unseres Logistik-Aufwandes.
Darum kosten die Pakete extra: Briefe und Pakete seien zwei unterschiedliche Universen, erklärt Stefan Dauner, Mediensprecher der Post. Briefe könne man grösstenteils automatisiert weiterleiten. Pakete hingegen hätten unterschiedliche Formate und Gewichte. Deshalb seien zusätzlich manuelle Schritte nötig. «Die Gebühr von acht Franken deckt einen Teil unseres Logistik-Aufwandes», so Dauner.
Die Pakete würden schon im Verteilzentrum in Härkingen oder Frauenfeld verarbeitet und dies generiere Kosten. Deshalb spiele es keine Rolle, ob man noch in der gleichen Strasse wohne. Einzelne Haushalte erhielten täglich mehrere Pakete, andere hingegen nur gelegentlich oder nie. Aus diesem Grund verrechne die Post die Nachsendung von Paketen pro Sendung und nicht pauschal. Die kostenpflichtige Nachsendung von Paketen sei eine Zusatzoption, sagt Post-Mediensprecher Stefan Dauner. Die Post verrechne sie nur, wenn Kundinnen und Kunden diese Leistung ausdrücklich wünschten.