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GPS-Uhren im Test: Zwei Geräte fallen durch
Aus Kassensturz vom 30.03.2021.
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Uhren fürs Outdoor-Training GPS-Sportuhren im Test: Zwei fallen durch

GPS-Sportuhren können vieles – bei der Genauigkeit und der Handhabung gibt es aber grosse Unterschiede.

Die getesteten GPS-Sportuhren unterscheiden sich bei der Genauigkeit und Zuverlässigkeit deutlich. Besonders beim Erfassen der zurückgelegten Höhenmeter sei die Ungenauigkeit gross, sagt Testleiter Gregor Feneberg. «Grössere Unterschiede gibt es auch in der Bedienbarkeit der Uhren und in der Funktion.»

«Kassensturz» und «Saldo» liessen im Münchner BBM-Testlab acht GPS-Uhren testen: auf Genauigkeit, Akkulaufzeit, Bedienung, Tragekomfort und Menü. Bei sieben handelt es sich um Sportuhren, zum Vergleich war eine Smartwatch von Apple im Test. Alle Uhren ermöglichen dank GPS-Empfang die Ortung ohne Smartphone.

Testtabelle

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Testtabelle

Hier geht es zu den detaillierten Testresultaten.

Für die Beurteilung testete das Labor die GPS-Uhren in einem ausführlichen Praxistest unter realen Bedingungen und massen die Akkulaufzeiten im Labor.

Ärgernis Ortung via GPS

Mit Gesamturteil «ungenügend» schneidet die Fitbit-Uhr Versa 3 mit Touchscreen ab. Sie zeichnete die Strecken teils verspätet oder sogar fehlerhaft auf. Kurz: Sie ist zu wenig zuverlässig.

Auch dauert es zu lange, bis Versa 3 Satelliten-Signale empfängt. Es ist ärgerlich, wenn man vor jedem Training mehrere Minuten warten muss, bis die Uhr endlich bereit ist. Und schliesslich hat Fitbit die kürzestete Akkulaufzeit aller Uhren im Test und eine Schnellladung auf 15 Prozent dauert am längsten.

Keine konkreten Stellungnahmen

Die Verzögerung, bis sich die Uhr lokalisiert hat, ist übrigens auch ein Schwachpunkt der Uhren von Xiaomi, Huawei und Suunto. Zu Xiaomi Amazfit Stratos: Sie ist ebenfalls «ungenügend», und zwar nicht nur in der Ortung, auch in der Genauigkeit von Höhenprofilen und Pulsfrequenz und im Zusammenspiel mit App und Web.

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Test-Zwischenbilanz: 400 Meter Differenz bei der Distanzanzeige
Aus Kassensturz vom 30.03.2021.
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Der Geschäftsführer von Xiaomi in Deutschland sagt, Stratos sei kein aktuelles Modell, deshalb klappe das Zusammenspiel der Uhr mit Web und App schlecht. In der Schweiz würden ältere Modelle verkauft, weil bislang ein offizieller Vertrieb fehle.

Fitbit bedauert das ungenügende Ergebnis. In anderen Tests habe Versa 3 besser abgeschnitten. Man sei mit einigen Kritikpunkten nicht einverstanden, wolle aber das Feedback für künftige Entwicklungen berücksichtigen. Huawei weist darauf hin, dass im Test nicht die neuste App-Version Verwendung fand.

So wurde getestet

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  • Das Münchner Institut BBM-Testlabs testete acht GPS-Uhren im Labor und in der Praxis.
  • Sieben sporterfahrene Testpersonen fuhren mit jeder GPS-Sportuhr zwischen 9 bis 20 Kilometer Fahrrad und liefen zwischen 8 bis 11 Kilometer – immer die gleichen Strecken. Dabei wurden Distanz, Geschwindigkeit, Höhenmeter und die Herzfrequenz gemessen. Als Referenz bei den Sportprüfungen wurde die Herzfrequenz mit genauen Pulsgurten erfasst.
  • Alle Uhren werden ohne gekoppeltes Smartphone bei den Praxistests getestet. Schwerpunkte der Beurteilung waren: Kontaktsicherheit zwischen Arm und Sensor, Beurteilung der Bedienung der Pulsuhr (Vorbereitung, Einstellen der ersönlichen Daten, Ablesbarkeit des Displays auch in ungünstigen Lichtverhältnissen, Menüführung) sowie Aspekte der Nutzbarkeit und des Tragekomfort. Als Referenzaufzeichnung der Herzfrequenz/Puls wird ein Brustgurt von Polar (H10) gekoppelt mit einer Leistungs-Diagnostik-App und für die Streckenaufzeichnung eine auf Open-Street-Map-basierte PC-Kartografie-Software verwendet. Hierbei erhält man die genauen Pulswerte des Sportlers und das Fahrprofil (Strecke und Höhe / Höhenmeter) als auch der Geschwindigkeit / Pace der Teststrecke. Anhand dieser Daten werden die ermittelten Daten der Sportuhren verglichen und bewertet.
  • Akkulaufzeiten: Es wurden Aspekte betrachtet wie realistisch erzielbare Betriebszeiten im Mischbetrieb mit sportlichen Aktivitäten, Ladezeiten, Handling beim Laden und Anzeigen des aktuellen Ladezustandes.
  • Gemessen wurde auch, wie lange es dauert, die Uhr auf 15 Prozent und vollzuladen.

Drei Uhren sind gut

Alle anderen Uhren erreichten im Test Gesamturteil «genügend» oder «gut». Testsieger mit Note 5,0 ist Forerunner 245 Music von Garmin. «Sie ist bei Pulswerten und Streckenaufzeichnung sehr genau», sagt Testleiter Gregor Feneberg. Nur wenig schlechter schneidet Polar Vantage M ab. Sie zeichnet die Herzfrequenz am genausten auf und ist rund 100 Franken günstiger als der Testsieger. Die «Newcomer-Marke» Coros verpasst ein «gutes» Gesamturteil nur knapp, die getestete Uhr Apex ist allerdings noch teurer als das Garmin-Modell.

Smartwatch von Apple im Vergleich

Neben den reinen GPS-Sportuhren liess «Kassensturz» zum Vergleich eine Apple Watch 6 testen. Auch diese Uhr schneidet «gut» ab. Sie überzeugt bei der Genauigkeit der Pulswerte und reagiert bei der GPS-Ortung sogar am schnellsten. «Allerdings ist der Akku im Vergleich deutlich schwächer, man muss die Uhr jeden Abend aufladen.»

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Kassensturz, 30.03.2021, 21:05 Uhr

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7 Kommentare

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  • Kommentar von Jens Stadel  (jena)
    @srf: GNSS-Uhren wäre wohl richtiger als GPS
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  • Kommentar von Silas Räber  (Silair)
    Meine Garmin Instinct Solar hält etwa 2 Wochen. Und ich bin eher wenig draussen mit direktem Sonnenlicht auf der Uhr. Bei der Pulsmessung hab ich so meine Zweifel, sonst finde ich diese Uhr hervorragend. 100m Wasserdicht, Glas gut geschützt (da kein Sapphirglas), bisher ohne Kratzer.
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  • Kommentar von Christoph Zegg  (Christoph Maria Zegg)
    In meinen Augen vergleicht ihr hier Lauf-/Multisportuhren (FR 245/Vantage M) mit Outdooruhren (Suunto 9 Baro). Das ist unfair weil es die Suunto 9 auch ohne barometrische Höhenmessung gibt und sie dann günstiger ist. Umso erstaunlicher dass die Höhenmessung bei der Suunto so extrem daneben liegt... Ich hätte eher die etwas neuere Suunto 7 oder 5 verglichen, weil sie zumindest preislich näher bei der Garmin und Polar liegen...
    Trotzdem interessant anzuschauen!
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