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Kalte Kaffee-Getränke im Test
Aus Kassensturz vom 20.10.2020.
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Kalorien im Kühlregal Kalte Kaffee-Getränke im Test: Viel Zucker, wenig Koffein

Die stark gesüssten Milch-Mischgetränke sind eher Mahlzeiten als Durstlöscher.

Seit ihrer Markteinführung vor nunmehr 16 Jahren sind Milch-Kaffees aus dem Kühlregal sehr beliebt: Marktführer Emmi und seine Konkurrenten setzten laut Nielsen Switzerland im letzten Jahr mit solchen Drinks in der Schweiz 187 Millionen Franken um. Zuerst als Mischgetränke von Kuhmilch und Kaffee konzipiert, hat sich die Palette der Produkte mittlerweile um Drinks auf Mandel- oder Haferbasis erweitert.

Testtabelle

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Hier geht es zu den detaillierten Testresultaten.

«Kassensturz» und das Konsumentenmagazin «Saldo» liessen 15 von den meistverkauften kalten Kaffee-Drinks im Labor untersuchen auf Schadstoffe, fragwürdige Zusatzstoffe, aber auch auf den Gehalt an Fett, Zucker und Koffein.

Hersteller mischen viel Kristallzucker dazu

Die gute Nachricht vorab: Die geprüften Drinks sind bezüglich Cadmium, Carrageen und Phosphaten unbedenklich.

Doch die gefunden Mengen an Zucker und Fett fallen ins Gewicht. Neben der Zuckerart Laktose, die natürlicherweise mit der Milch in diesen Drinks drin ist, setzen die Hersteller oft beträchtliche Mengen Kristallzucker zu – je nach Bechergrösse zwischen 9 und knapp 15 Gramm.

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Beatrice Baumer, Dozentin für Nahrungsmittelwissenschaften: «Diese Getränke sind Zwischenmalzeiten in flüssiger Form, keine Durstlöscher.»
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Beatrice Baumer, Dozentin für Nahrungsmittelwissenschaften an der ZHAW Wädenswil mahnt: «Die WHO empfiehlt für erwachsene Personen, die sich nicht gross bewegen, nicht mehr als 50 Gramm zugesetzten Zucker pro Tag zu konsumieren. Mit einem solchen Drink hat man schon einen Fünftel bis einen Viertel der Tagesration eingenommen – vielleicht unbewusst.» Darum seien die süssen, gekühlten Kaffedrinks – besonders zusammen mit dem Fett aus der Milch – eher Mahlzeiten als Erfrischungsgetränke.

Am meisten Zucker und Fett pro Becher stecken in den Drinks von O.K und Denner drin – ausschlaggebend ist hier die stattliche Portionengrösse von je 350 Milliliter. Die kleinste Menge stellte das Labor in den Mandel-basierten Drinks von Emmi und Alpro fest.

Erstaunlich wenig Koffein für Kaffee-Getränke

Wer sich schlapp fühlt, mag wegen des Koffeins zum Kaffee greifen – als Muntermacher. Dazu taugen allerdings nicht alle gekühlten Kaffe-Drinks gleich gut. Die Mengenangaben auf den Zutatenlisten sind diesbezüglich eher verwirrend: Die Bandbreite reicht von «54 Prozent Kaffee, Wasser und Kaffee-Extrakt» bis hin zu «Arabica-Kaffe: 1 Prozent». Die Laborwerte aber zeigen: In gut der Hälfte der getesteten Produkte ist weniger Koffein drin als in einem durchschnittlichen Tässchen Espresso, bei den Drinks von Alnatura, Alpro und Migros gar nur knapp die Hälfte davon.

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Barista-Schweizermeisterin Emi Fukahori zeigt, wie man kalten Milchkaffee zubereitet – ganz ohne zusätzlichen Zucker.
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Kassensturz, 20.10.2020, 21:05 Uhr

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15 Kommentare

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  • Kommentar von Paul Leuenberger  (simbawaniyka)
    Typisch willkürliche Kriterien! Der Test betraf gemäss Titel "Milchgetränke", Surrogatgetränke auf pflanzlicher Basis stellen eine gesonderte Kategorie dar und passen hier nicht rein. Schlussendlich entscheidet noch immer der Geschmack und die Herkunft aus guter Schweizer Milch von glücklichen behornten Simmentalerkühen. Prost!
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  • Kommentar von Gabriel Brombacher  (Gabriel Brombacher)
    Wirklich etwas fragwürdiger Test. Fast alle dieser Kaffeelinie haben heute ein ungesüsstes und fettreduziertes Produkt in der Linie (Emmi, Lattesso, etc.).

    Es hat also für alle, die den kalten Kaffee mögen, ein auf sie zugeschnittenes Produkt dabei.
    Die einen mögens beim Kaffee eben süss, die anderen lieber etwas bitter. Das ist ja auch bin "heissen" Kaffee so.
    Deshalb: Was der wirklich Zweck eines solchen Tests ist, scheint mir absolut schleierhaft.
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  • Kommentar von Manuel Hunkeler  (Manuel Hunkeler)
    Ich finde die Bewertung dieser Milchkaffeegetränke sehr fragwürdig.
    Mir fehlen hier Angaben, woran sich die Beurteilung Fett pro Becher orientiert? An der WHO Empfehlung? Für mich persönlich ist der Fettgehalt ein Qualitätsmerkmal der Milchprodukte.
    Im Bericht werden die niedrigen Koffeingehalte negativ bewertet, jedoch werden erhöhte Koffeingehalte nicht positiv bewertet.
    Dürfen Milchalternative Kaffeegetränke überhaupt in einen Vergleich mit Kuhmilch Kaffeegetränke hinzugezogen werden?
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    1. Antwort von SRF Kassensturz (SRF)
      @Manuel Hunkeler Eine ungenügende Teilnote bekam:

      - Wer mehr als 10 Gramm Fett pro Becher drin hatte.
      - Wer mehr als 26 Gramm Gesamtzucker (mehr als ein 250ml Glas Coca Cola) hatte.
      - Wer mehr als 13,2 Gramm (Äquivalent von 3 Würfelzuckern) freien Zucker drin hatte.

      Die Bewertung des Koffeingehalts richtete sich an die Durchschnittsmenge in einem Espresso: 80mg. Zwischen 80 und 200mg (der von der WHO definierten Obergrenze) gab es keinen Abzug. Einen Abzug gab es für weniger als 80mg.

      Der Test stellte die Frage nach der Menge Fett, Gesamtzucker und zugegebenem Zucker.
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