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Billetverkauf.
Legende: SBB-Kunden haben keine Alternative. SBB
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Kaufrecht Darf die SBB Billete verkaufen, die es nicht gibt?

«Espresso» Hörer Hans Podzorski aus Aarau ärgert sich über die SBB. Sein Bekannter löste am Bahnhof Lenzburg ein Erstklassbillet nach Beinwil. Doch auf der Strecke verkehrt ein Ersatzbus. Hans Podzorski fühlt sich betrogen.

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Darf die SBB Leistungen verkaufen, die es gar nicht gibt?
02:57 min, aus Espresso vom 02.01.2013.
abspielen. Laufzeit 02:57 Minuten.

Wer an einem SBB Schalter oder an einem Automaten ein Billet löst, schliesst rechtlich gesehen einen Vertrag ab. Einen so genannten Transportvertrag.Kann nun die SBB die verkaufte Leistung nicht oder nur mangelhaft erbringen, wie im Beispiel von Hans Podzorski, verletzt sie den Vertrag mit ihrem Kunden. Juristen sprechen von einer «Schlecht-Erfüllung».

Laut Obligationenrecht schuldet ein Anbieter in diesem Fall Schadenersatz. Er muss den Kunden finanziell so stellen, wie wenn der Vertrag korrekt erfüllt worden wäre.

Keine Bearbeitungsgebühren erlaubt

Konkret: Die SBB muss dem Bekannten von Hans Podzorski den zu hohen Betrag ohne Abzug von Bearbeitungsgebühren zurückerstatten.

Sollte sich Herr Podzorski wieder einmal in einer solchen Situation befinden, kann er sich mit seinem Bekannten ans Fahrpersonal wenden. Dort wird der eingeschränkte Dienst festgehalten und der Kunde erhält ein Formular für die Rückerstattung am Schalter. Das gleiche gilt auch, wenn man ein Ticket für die erste Klasse hat, diese aber bis auf den letzten Platz voll ist.

SBB hat nicht betrogen

Strafbar gemacht hat sich die SBB übrigens nicht. Ein Betrug liegt vor, wenn ein Opfer arglistig getäuscht wurde und so einen finanziellen Schaden erlitten hat. Von Arglist kann hier aber nicht gesprochen werden.

Der Artikel 97 des Obligationenrechts regelt den Anspruch auf Schadenersatz, wenn eine Leistung ausbleibt oder ungenügend ist.

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11 Kommentare

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  • Kommentar von Markus Strasser , 5504
    Von wegen ein paar Fränkli ein Büro aufmachen ! Wenn Sie 5 Rappen zu wenig für ein Ticket haben bekommen Sie keines. Wenn Sie aus einer Unwissenheit zum sogenannten Schwarzfahrer erkürt werden bezahlen Sie eine unverhältnismässig hohe Busse. Und wenn man dann die unnötigen Lichtsäulen und die geschlossenen WCs sieht, dann kommen doch Zweifel auf. Bei der SBB ist der Kunde kein König.
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  • Kommentar von Heinz , (HU) Eger
    In meiner Zeit wurde auf der Rückseite des Billetes ein Vermerk geschrieben,mit Zugnummer und Nummer des Personals. Übrigens das Transport Reglement sagt,Jeder Besitzer eines gültigen Transporttitel hat Anrecht auf einen Platz,steht aber nichts von einem Sitz/ Stehplatz.An Jedem Bahnhof kann man das Reglement einsehen.
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    1. Antwort von Noldi Nötzli , Niederlenz
      Haben Sie schon mal versucht, die geltenden Tarifbestimmungen (so heissen sie richtig) an einem Bahnhof einzusehen? Hürde 1: Finden Sie einen geöffneten Schalter. Hürde 2: Überzeugen Sie den Schalterbeamten, dass Sie den Text wirklich selber lesen wollen (und das bei einer langen Warteschlange hinter Ihnen). Hürde 3: Verstehen Sie den Text. Hürde 4: Vergewissern Sie sich vor der nächsten Zugfahrt, dass die Bestimmungen inzwischen nicht wieder einseitig geändert wurden. Das darf die Bahn ...
  • Kommentar von Margrit Holzhammer , 8903 Birmensdorf
    Jetzt mal ehrlich! Wegen ein paar Fränkli muss Mann/Frau ja auch kein Büro eröffnen....
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    1. Antwort von Ruedi Müller , Wädenswil
      Man/Frau lässt sic mit "man" umschreiben. "Man" bedeutet "Mensch".