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Legende: Die verschiedenen Suchmaschinen liefern ähnliche Qualität, grosse Unterschiede gibt es aber beim Datenschutz. Colourbox
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Testsieger Suchmaschinen-Test: Googles grosse Schwäche ist der Datenschutz

Es gibt es eine Alternative zu Google, die ähnlich gute Suchergebnisse zurückspielt und gleichzeitig auf den Schutz der Privatsphäre achtet. «Stiftung Warentest» empfiehlt daher: Googlen Sie doch auch einmal fremd.

Für viele ist Websuche gleichbedeutend mit Googeln. Doch der US-Konzern durchsucht nicht nur das Netz, sondern auch seine Nutzer. Es gibt also gute Gründe, Alternativen auszuprobieren.

«Stiftung Warentest» prüfte zehn Suchmaschinen. Die Tester starteten pro Seite 50 Anfragen, wobei eine Mischung aus Einwort- sowie Mehrwortanfragen und aus ganzen Sätze formuliert wurde. Zudem wurdenRechtschreibefehler und Doppeldeutigkeiten eingebaut.

Rubrik «Testsieger»

In «Testsieger» informiert «Kassensturz» über Tests von anderen Konsumenten-Magazinen und -Sendungen im In- und Ausland. Hier geht es zu allen Tests.

Ausgewertet wurden die ersten sechs Suchergebnisse, anschliessend erfolgte die Beurteilung der Suchmaschinen aufgrund der folgenden Kriterien:

  • Qualität der Suchergebnisse (60 %): Textsuche nach allgemeinen und aktuellen Themen, Bilder- und Videosuche.
  • Nutzung am PC (20 %) / Nutzung Mobil (20 %): Übersichtlichkeit, Handhabung, Präsentation der Ergebnisse, Häufigkeit und Kennzeichnung von Werbung.
  • Datensendeverhalten App (Android/iOS) (0 %): Gesendete Daten, die für die Funktion der App überflüssig sind, wurden als kritisch beurteilt.
  • Mängel in der Datenschutzerklärung (0 %): Prüfung auf unzulässige Klauseln

Datenhunger statt Datenschutz

Der Test zeigte bei allgemeinen Anfragen oft nur geringe Unterschiede zwischen den Suchmaschinen. Grössere Qualitätsunterschiede stellten die Tester bei speziellen Suchen – etwa nach Bildern, Videos oder News – fest. Auch die Präsentation der Ergebnisse und der Umgang mit Werbung unterscheiden sich stark.

Wie kann ich den Suchverlauf löschen?

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Google speichert alle Such­anfragen, die Sie jemals gestellt haben, während Sie in Ihr Google-Konto einge­loggt waren. Sie können diese Daten aber löschen. Das geht auf myactivity.google.com, Link öffnet in einem neuen Fenster mit der Schalt­fläche «Aktivitäten löschen nach». Laut Google wird der Such­verlauf dadurch auch von den Servern des Konzerns entfernt.

Und wie schlug sich der Gigant Google im Test? Er ist den Konkurrenten technisch überlegen und liefert die besten Suchergebnisse. Allerdings sind seine Apps zu neugierig, und in der Datenschutzerklärung stehen viele unzulässige Klauseln. Deshalb reicht es für Google nur für Platz zwei. Er wird überholt vom holländischen Anbieter Startpage.com.

Was kann ich gegen personalisierte Sucher­gebnisse tun?

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Google personalisiert Sucher­gebnisse manchmal, basierend auf Ihren Interessen. Sie können dagegen etwas tun.

Variante 1: Chrome-Inkognitomodus akti­vieren. Das machen Sie mit der Tasten­kombination Strg+Umschalt­taste+N – und verzichten beim Suchen aufs Anmelden in Ihrem Google-Konto.

Variante 2: Einstel­lungen ändern. Sie bleiben im Stan­dard­modus und loggen sich bei Google ein. Klicken Sie dann in einer Sucher­gebnis-Liste auf „Einstel­lungen > Suchein­stel­lungen > Private Ergeb­nisse > Keine privaten Ergeb­nisse verwenden > Speichern“.

Die Besten im Test zusammengefasst:

Hier die drei Suchmaschinen, die im Test die besten Gesamtnoten erhielten:

  • Startpage.com
    Gesamturteil: Gut (Note 2,3 *)
    Bemerkungen: Einzige Suchmaschine mit guter Gesamtnote. Siegt vor allem durch Vorteile beim Datenschutz. Suchsprache und -land frei kombinierbar. Keine separate News-Suche, aber gute aktuelle Ergebnisse in der allgemeinen Suche.
  • Google.de
    Gesamturteil: Befriedigend (Note 2,7 *)
    Bemerkungen: Beste Testnoten bei der Suchqualität und beim Komfort. Abzüge gab es für die Defizite in der Datenschutzerklärung und für die Sammlung von vielen Nutzerdaten. Apps kritisch wegen Erfassung des Standortes. Suchsprache und -land frei kombinierbar, wenig Werbung.
  • Ecosia.org
    Gesamturteil: Befriedigend (Note 2,8 *)
    Bemerkungen: Der deutsche Anbieter gibt an, einen Teil der Einnahmen für Umweltprojekte zu spenden. Begrenzte Filtermöglichkeiten, wenig Werbung. Apps kritisch, da sie den Mobilfunkanbieter des Nutzers erfassen.

* Deutsches Bewertungssystem (0,5 = Sehr gut, 5,5 = Mangelhaft)

Quelle: «Test, Link öffnet in einem neuen Fenster» von «Stiftung Warentest» Ausgabe 4/2019

1 Kommentar

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  • Kommentar von M. Roe (M. Roe)
    Ich hoffe einfach, dass auch unsere Medien und Journalisten einmal wie die Social-Media (z.B. Google, Facebook usw.) überwacht werden. Dann könnten wir wieder den Fernseher (oder so) anlassen, zuhören und glauben, was da gezeigt und gesagt wird. Jeder Journalist, ob beim TV oder Radio, sollte sofort gefeuert werden, wenn er Fake-News oder "Desinformation" veröffentlicht. Dann könnten endlich unsere guten rechten Journalisten die Welt so zeigen, wie sie wirklich ist. Das würde mich sehr freuen.
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