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«Buttrig» bis «ungeniessbar» Aufback-Gipfeli im Test: Nur wenige überzeugen

Von «buttrig» bis «ungeniessbar»: Sechs von zehn Frischback-Gipfeli fallen in der Degustation durch.

Happy-Beck-Gründer Yakup Aydin und vier weitere geschulte Gaumen testen für «Kassensturz» zehn Aufback-Gipfeli. Die Jury weiss genau, wie ein gutes Buttergipfeli schmecken muss: buttrig, duftend, blättrig und mit dem gewissen «Mmh!»-Moment beim Reinbeissen.

So haben die Gipfeli abgeschnitten

Im Test stehen die zehn meistverkauften Produkte aus dem Detailhandel, gekühlt und ungekühlt, zwischen 86 Rappen und 2.47 Franken pro 100 Gramm. Gebacken wird exakt nach Angaben auf der Verpackung. Die Jury bewertet Aussehen und Duft, Textur sowie – am stärksten gewichtet – Aroma und Geschmack. Heimlich eingeschleust: ein frisches Buttergipfeli aus der Detailhandels-Theke.

Die Ergebnisse

Die Unterschiede sind enorm. Von «intensiv buttrig» bis «unnatürlich muffig» ist alles dabei. Für die Jury ist klar: In der Degustation sind lauter industriell hergestellte Backwaren zum Aufbacken. Trotzdem fallen sechs der insgesamt elf Produkte durch. Am schlechtesten schneidet das IP-Suisse-Buttergipfeli von Denner ab (Note 2,6). Die Jury kritisiert Trockenheit, Härte und einen Plastikgeschmack. Denner widerspricht nicht: Man gehe von einem Produktionsfehler aus und habe die betroffene Charge aus dem Sortiment genommen.

Die Jury

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  • Ueli Niederberger, Brot-Sommelier und Fachlehrer Bäckerei-Fachschule Richemont
  • Judith Erdin, Food-Bloggerin und Backbuch-Autorin
  • Dominik Gredig, Produktionsleiter bei der Bünder Bäckereikette Merz in Chur
  • Angela Gerber-Bissegger, Gewinnerin Swisskills 2015 in der Fachrichtung Bäckerei-Konditorei
  • Yakup Aydin, Gründer Happy Beck an der Zürcher Langstrasse

Auch das Frischback-Buttergipfeli von Volg «hat nichts mit einem Gipfeli zu tun», wie ein Jury-Mitglied notiert (Note 2,7). Ebenfalls «ungenügend» ist der Deliciel-Buttergipfel zum Fertigbacken, gekauft im Spar. Volg und Deliciel schreiben beide, dass ihre Produkte bei internen Überprüfungen stets überzeugt hätten.

Die «Kassensturz»-Jury testet jeweils zwei Gipfeli gleichzeitig – ohne zu wissen, um welche Produkte es sich handelt. Auch das Betty-Bossy-Gipfeli schneidet schlecht ab. Judith Erdin sagt: «Es schmeckt nicht nach einem Gipfeli, eher metallisch-chemisch.»

Betty Bossy erhält die Gesamtnote 3,0. Nicht viel besser sind Tastino von Lidl und Frischback-Buttergipfeli von Coop. Letztere stammen aus Polen. Coop verweist auf positives Kundenfeedback, Lidl erklärt, geschmackliche Unterschiede zu gekühlten Produkten seien technisch begründet. Die Gipfeli seien für den Vorratsschrank gedacht.

Zwei Gipfel gefallen der Jury

Immerhin fünf Gipfeli bekommen von der Jury positive Bewertungen. Der M-Classic-Buttergipfel von Migros schafft Note 4.2. Die Jury beschreibt ihn als luftig, buttrig – teils aber als zäh. Insgesamt überzeugen die gekühlten Varianten mehr: M-Classic gekühlt erreicht 4,3, das Bio-Buttergipfeli von Betty Bossy 4,5.

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Testsieger wird der «luftige, buttrige und zarte» Bio-Frischback-Buttergipfel M-Classic mit der Note 4,7. «Optisch sehr gut», lobt Juror Dominik Gredig. Aydin ergänzt: «Farbe, Geschmack, Verarbeitung – fachlich nahezu perfekt.» Und das eingeschmuggelte frische Gipfeli? Es bekommt Note 4,3 und landet nur auf Platz drei.

Fazit: Für den schnellen Zmorge eignen sich nur einige Aufback-Gipfeli durchaus – zwei übertreffen sogar das Gipfeli aus der Auslage. Und mit gekühlten Gipfeli sind die Chancen besser, dass das Reinbeissen zu einem erfreulichen Erlebnis wird.

Espresso, 13.01.26, 08:10 Uhr

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