3D-Drucker - Wie sie unser Leben verändern

  • Mittwoch, 14. September 2016, 9:02 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Mittwoch, 14. September 2016, 9:02 Uhr, Radio SRF 2 Kultur
  • Wiederholung:
    • Mittwoch, 14. September 2016, 18:03 Uhr, Radio SRF 2 Kultur

Dem 3D-Druck wird ein grosses Potential zugeschrieben. Die sogenannte additive Fertigung könnte die Industrie, die Medizin und potentiell auch unseren Alltag revolutionieren. Nur: Der Durchbruch lässt auf sich warten, die richtigen Materialien sind noch nicht bereit.

Die neue Niere aus dem 3D Drucker, das ersehnte Ersatzteil für den Oldtimer in der Garage oder einfach nur das Abendessen, alles aus dem Drucker.

Das ist noch Zukunftsmusik, doch die Entwicklung schreitet schnell voran. Bereits werden lebende Zellgewebe gedruckt und Flugzeugteile so hergestellt.

In London hat das erste Restaurant mit Essen aus dem 3D Drucker eröffnet. Und am Universitätsspital Basel drucken sich die Chirurgen Modelle von kranken Organen aus, um eine schwierige Operation vorher zu üben.

3D-Druck gilt als eine sogenannte «disruptive» Technologie, welche bestehendes verdrängen kann, wie zum Beispiel die industrielle Fertigung. Doch Experten haben auch Zweifel ob der Hype wirklich gerechtfertigt ist. Vieles bleibt möglicherweise auch nur Spielerei.

Beiträge

  • 3D Druck in der Industrie

    Was bedeutet der 3D Druck für die industrielle Fertigung? Werden aufwändige Fertigungsprozesse mit vielen Herstellungsschritten, komplizierten Montagen und kilometerweiten Transporten überflüssig, wenn immer mehr Produkte gleich vor Ort von einem 3D-Drucker gedruckt werden können? Ein Unternehmen, das in diesem Bereich forscht, ist der Logistikdienstleister DB Schenker.

    Denise Schmutz

  • Bioprinter

    Menschliche Organe aus dem Labor, ein alter Traum. Zurzeit ist das allerdings noch Zukunftsmusik. Doch die Forschung tüftelt daran - und kann auch schon erste Erfolge vorweisen.

    Das sogenannte «Bioprinting», das Ausdrucken von lebenden Zellen mit einem 3D-Drucker, ist mittlerweile in der Lage, eine Art künstliche Haut auszudrucken. Oder Muskelzellen so anzuordnen, dass ein Mini-Muskel entsteht.

    Daniel Theis

  • 3D Modelle helfen dem Chirurgen

    3D-Druck spielt auch in der Medizin eine immer wichtigere Rolle. Ein Schweizer Spital ist dabei Pionier. Seit ein paar Monaten hat das Basler Universitätsspital ein eigenes Labor für 3D-Druck eingerichtet. Dort entstehen auf den Millimeter genaue Plastik-Modelle von Organen und Knochen.

    Mit Hilfe dieser Modelle werden Diagnosen, aber auch Operationen einfacher und schneller.

    Rahel Walser

  • Der digitalisierte Zahnarzt

    Braucht man eine Zahnkrone, oder gar einen kompletten künstlichen Zahn, wird dieser heute meist maschinell aus einem Block herausgefräst.

    Mit einem 3D Drucker wäre dies deutlich effizienter: Weil dort Schicht für Schicht aufgebaut wird, gibt es kaum Verluste von wertvollem Material und die Möglichkeiten bei der Farbgebung sind viel grösser. Aber noch fehlen die notwendigen Materialien um Zähne zu drucken. Aber es fehlt auch noch eine wichtige Grundlage: Nämlich die Digitalisierung der Zahnarztpraxis.

    Daniel Theis

Autor/in: Daniel Theis, Denise Schmutz, Rahel Walser, Moderation: Bernard Senn, Redaktion: Theresa Beyer, Sabine Bitter