FiSahara - Filmfestival im Flüchtlingslager

  • Montag, 31. August 2015, 9:02 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Montag, 31. August 2015, 9:02 Uhr, Radio SRF 2 Kultur
  • Wiederholung:
    • Montag, 31. August 2015, 18:03 Uhr, Radio SRF 2 Kultur

Seit 40 Jahren leben Tausende von Flüchtlingen in Lagern in der Sahara. Der Traum vom eigenen Land hat sich für die Einwohner der ehemals spanischen Kolonie West-Sahara nicht erfüllt. Ein Filmfestival versucht, diesen Konflikt der Vergessenheit zu entreissen und die Flüchtlinge geistig anzuregen.

1975 gab der spanische Diktator Franco die Kolonie West-Sahara auf. Der Nachbar Marokko nutzte die Gelegenheit und besetzte das Territorium. Es kam zum Krieg mit der «Polisario», die für die Sahrauis einen unabhängigen Staat anstrebte. 40 Jahre danach leben noch immer Tausende von Flüchtlingen in Lagern - in der Wüste. Der Traum vom eigenen Land hat sich nicht erfüllt. Das Filmfestival «FiSahara» bringt seit zwölf Jahren Unterhaltung und Gedankenanstösse in diese lebensfeindliche Umwelt.

Beiträge

  • FiSahara - Filmfestival in der Wüste

    Seit zwölf Jahren pilgern Filmbegeisterte, Aktivisten und Einheimische jeden Frühling nach Dakhla, in das entlegenste der Flüchtlingslager der Sahrauis.

    Dort findet während fünf Tagen das Filmfestival «FiSahara» statt, das «Festival Internacional de Cine del Sahara». Bei Temperaturen von bis zu 50 Grad gibt es Filme unter dem Sternenhimmel. Für die Flüchtlinge ein Fenster zur Welt. Eine Reportage.

    Judith Huber

  • 40 Jahre Provisorium

    «Unabhängigkeit ist die einzige Lösung», skandieren die Sahrauis in der Reportage über das Filmfestival «FiSahara».

    Warum ist dieser Traum nie in Erfüllung gegangen? Wie leben die Menschen im vierzigjährigen Dauerprovisorium? Welche Perspektiven können die Sahrauis in ihrer Situation überhaupt entwickeln?

    Hansjörg Schultz unterhält sich mit der SRF-Journalistin Judith Huber und dem langjährigen Maghreb-Korrespondenten Alexander Gschwind.

    Hansjörg Schultz

Autor/in: Judith Huber, Moderation: Hansjörg Schultz, Redaktion: Raphael Zehnder