Forscherkarriere: Gefahr für Gesundheit und Wohlbefinden?

  • Mittwoch, 20. Februar 2019, 9:02 Uhr, Radio SRF 2 Kultur
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Mittwoch, 20. Februar 2019, 9:02 Uhr, Radio SRF 2 Kultur
  • Wiederholung:
    • Mittwoch, 20. Februar 2019, 18:03 Uhr, Radio SRF 2 Kultur

Machtmissbrauch und Mobbing treiben die Wissenschaft um: Immer wieder werden Fälle bekannt, in denen Professoren oder Professorinnen ihre Angestellten unzulässig behandelten. In der Schweiz und international. Was steckt dahinter – und was kann dagegen getan werden?

Zwischen Professorinnen und Professoren und ihren Angestellten besteht ein grosses Machtgefälle. Die Chefs sorgen für die Finanzierung ihrer Doktorierenden und bewerten gleichzeitig deren Abschlussarbeit. Eine gute Bewertung ist entscheidend für die weitere Karriere. Dies birgt grosses Missbrauchspotential.

Gleichzeitig herrscht in der Forschung sowieso schon ein hoher Druck, der internationale Wettbewerb ist enorm, sehr lange Arbeitszeiten, zum Beispiel, die Norm. Studien zeigen, dass Doktorierende ein deutlich höheres Risiko haben, an einer Depression oder einem anderen psychischen Leiden zu erkranken.

Kontext lässt von Machtmissbrauch Betroffene zu Wort kommen, debattiert mit Professoren und Nachwuchsforschern, welche Arbeitsbedingungen die Richtigen wären, und diskutiert mit Hochschul-Verantwortlichen und Experten, wie die Situation verbessert werden könnte.

Beiträge

  • Ein Klima der Willkür und Angst

    Zwei Nachwuchsforscherinnen berichten vom Arbeitsalltag unter Vorgesetzten, die ihre Macht missbrauchen.

    Thomas Häusler

  • Totale Leidenschaft

    Debatte zwischen dem renommierten Neuroforscher Adriano Aguzzi und Salome Adam von actionuni, einer Vereinigung des akademischen Mittelbaus, über die Arbeitsbedingungen in der Wissenschaft: Wie viel Leistung muss sein? Welchen Schutz braucht es?

    Thomas Häusler

  • Es geht auch anders

    Fordern, fördern, Vertrauen herstellen. Das Beispiel von ETH-Professorin Tanja Stadler zeigt, dass ein freundliches Klima dem wissenschaftlichen Ehrgeiz von Angestellten keineswegs abträglich ist.

    Irène Dietschi

  • Wir schauen jetzt hin

    Die ETH Zürich musste in der letzten Zeit einige Fälle von Machtmissbrauch einräumen. Darum soll die Betreuung des wissenschaftlichen Nachwuchses verbessert werden.

    An einem internen Workshop diskutierten Hochschul-Leitung, externe Experten und Doktorierende, wie das gehen könnte.

    Thomas Häusler

Autor/in: Thomas Häusler, Irène Dietschi, Moderation: Bernard Senn, Redaktion: Michael Sennhauser