Künste im Gespräch: Bikinimodels, Familiensaga, Sammelleidenschaft

  • Donnerstag, 14. Mai 2020, 9:02 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Donnerstag, 14. Mai 2020, 9:02 Uhr, Radio SRF 2 Kultur
  • Wiederholung:
    • Donnerstag, 14. Mai 2020, 18:03 Uhr, Radio SRF 2 Kultur

Die schwedische Comic-Zeichnerin und Radiomoderatorin Liv Strömqvist, die US-Autorin Regina Porter und der Zürcher Landschaftsarchitekt Günther Vogt haben alle ein neues Buch vorgelegt. «Kontext» blickt mit Freude auf das äusserst diverse Geschehen zwischen den Buchdeckeln.

Bald ist das Dutzend voll: Die Comic-Essays von Liv Strömqvist sind witzig und prägnant dem Leben der Gegenwart auf der Spur - aus feministischem Blickwinkel.

Die Geschichten zweier Familien, einer afro-amerikanischen und einer irisch-amerikanischen, verwebt Regina Porter in ihrem Roman «Die Reisenden». Sie umspannt die Zeit von den 1950er Jahren bis ins Jahr 2010.

Ein regelrechtes Kuriositätenkabinett hat der Landschaftsarchitekt Günther Vogt gesammelt, ein Puzzle der Welt, die er in seinem Buch «Mutation und Morphose» entfaltet.

Beiträge

  • Leonardo di Caprios Vorliebe für Bikinimodels

    Die Genauigkeit einer Wissenschaftlerin, die Schroffheit einer Punk-Musikerin, die Frechheit einer Stand-Up-Komikerin und eine klare feministische Haltung – das macht die Comic-Essays von Liv Strömquist aus.

    Mit diesem eigenwilligen Mix und witzig gezeichneten Essays über die Liebe, die Frauen im Schatten männlicher Genies, Leonardo di Caprios Liebesleben oder die weiblichen Geschlechtsorgane hat Strömquist in den letzten Jahren für Furore gesorgt und Leserinnen und Leser weit über die Grenzen der Comicszene hinaus angesprochen.

    Buchhinweis: Liv Strömquist: «Ich fühl's nicht» (Avant Verlag)

    Christian Gasser

  • Regina Porter: Die Reisenden

    Die US-Amerikanerin Regina Porter erzählt vom Leben zweier Familien in den USA: einer afro-amerikanischen und einer irisch-amerikanischen. In der Zeit zwischen 1950 und 2010. Historische Ereignisse werden gespiegelt in den Reaktionen der Figuren im Roman.

    Regina Porter erzählt unkonventionell: in Fragmenten und mit Zeitsprüngen. Und zeigt damit, wie wir alle oft auch Jahrzehnte nach einem bestimmten Ereignis noch davon geprägt sind, wie sich Traumata und Glücksmomente vererben können und damit Generationen miteinander verbunden bleiben.

    Buch:Regina Porter, Die Reisenden. S. Fischer Verlag

    Britta Spichiger

  • Die Sammlung als Werkzeug

    «Das Sammeln ist eine Möglichkeit, sich die Welt zu erklären», schreibt der Landschaftsarchitekt Günther Vogt in seinem neusten Buch «Mutation und Morphose».

    In diesem wuchtigen Buch gibt er Einblick in die kollektive Entwurfsarbeit seines Büros und zeigt, welche Arbeitsinstrumente sich im Werkzeugkasten befinden: das Sammeln von Informationen, das Stöbern in Geschichte, die Arbeit von Künstlern und das eigene Kuriositätenkabinett.

    Buchhinweis: Günther Vogt und Thomas Kissling (Hrsg.): «Mutation und Morphose. Landschaft als Aggregat» (Lars Müller Publishers)

    Karin Salm

Autor/in: Christian Gasser, Britta Spichiger, Karin Salm, Moderation: Norbert Bischofberger, Redaktion: Raphael Zehnder. Produktion: Noëmi Gradwohl