Künste im Gespräch: Die Briefe der Manns, Mother T.Rex, Metronome

  • Donnerstag, 9. Februar 2017, 9:02 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Donnerstag, 9. Februar 2017, 9:02 Uhr, Radio SRF 2 Kultur
  • Wiederholung:
    • Donnerstag, 9. Februar 2017, 18:03 Uhr, Radio SRF 2 Kultur

Ein Band mit zum Teil noch nie veröffentlichten Briefen der Schriftsteller-Familie Mann gibt Einblick in das private Innere eines angeschlagenen Clans. Die vier Schauspielerinnen von «Mother T.-Rex» umspielen die eigenen Veränderungen. Und im Basler Museum für Musik ticken die Metronome.

Die Kinder von Thomas Mann hatten es nicht einfach, aus dem Schatten ihres dominanten Schriftsteller-Vaters zu treten. Dabei bildete die Familie Mann einen eigentlichen Künstler-Clan. Persönliche Briefe aus sechs Jahrzehnten zeigen die Spannungen und die Kreativität. Luzia Stettler hat Mitherausgeber Tilmann Lahme getroffen.

Die Schweizer Schauspielerinnen Catriona Guggenbühl, Grazia Pergoletti, Vera von Gunten und Anne Haug sind zwischen 32 und 62 Jahre alt und haben soeben die Gruppe «Mother T.-Rex» gegründet. In ihrer ersten Produktion widmen sie sich dem Vergehen der Zeit, den weiblichen Metamorphosen in verschiedenen Lebensaltern, deren Schrecken und deren Glück. Ein Probenbesuch von Kaa Linder.

Das Basler Musikmuseum tickt richtig. Und vielfältig, zumindest in der Ausstellung «Auf Takt!» sie ist der 200jährigen Geschichte des Metronoms gewidmet und zeigt eine umfassende Sammlung dieser tickenden Taktgeber. Benjamin Herzog hat sie mit dem Kurator Martin Kirnbauer besucht.

Beiträge

  • Die Briefe der Manns: das Psychogramm einer Familie

    Man glaubt, es sei eigentlich schon alles über den wohl berühmtesten Künstler-Clan des 20. Jahrhunderts gesagt worden: die Manns. Die zum Teil noch nie veröffentlichten Briefe erlauben nun aber einen neuen und auch erschütternden Blick auf diese prominente Familie.

    Die persönlichen Korrespondenzen machen deutlich, wie schwer und belastend es für die Söhne und Töchter war, im Schatten des dominanten Vaters kreativ zu sein und erwachsen zu werden.

    Luzia Stettler hat mit Mitherausgeber Tilmann Lahme über die Entdeckung unbekannter Dokumente und über die Dynamik der Manns gesprochen.

    Luzia Stettler

  • Mother T.-Rex: «Und dann wurde ich eine andere»

    In ihrem Theaterprojekt «Metamorphosen oder die Struktur der mittleren Jahre» untersuchen vier Schauspielerinnen die alte Frage der Verwandlung unter neuen Vorzeichen.

    Sie sind zwischen 32 und 62 Jahre alt und befragen ihre Rolle als Schauspielerin und Frau zwischen Karriere und Selbstfindung. Was ist das Schreckliche an dem, was vor einem liegt, und was bedeutet es, Dinge hinter sich zu haben? Ein Probenbesuch im Schlachthaus Theater Bern.

    Kaa Linder

  • Im Takt der Ticker

    Erst Hilfs-, dann Foltergerät: Metronome stehen im Zentrum der jüngsten Ausstellung im Museum für Musik Basel. Und zwar eine Sammlung von knapp 200 solchen Geräten von den ersten Pendeln bis zum digitalen Taschenmetronom.

    Die Ausstellung schildert darüber hinaus den Plagiatsfall um die Erfindung der tickenden Taktgeber für Musiker und zeigt, wie Komponisten immer wieder kreativ mit den nervtötenden Metronomen umgegangen sind. Unter anderem mit einer Komposition für 100 Metronome.

    Benjamin Herzog

Autor/in: Luzia Stettler, Kaa Linder, Benjamin Herzog, Moderation: Monika Schärer, Redaktion: Michael Sennhauser