Künste im Gespräch – Kunsthallen, Kirchen und kurze Gedichte

  • Donnerstag, 21. Dezember 2017, 9:02 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Donnerstag, 21. Dezember 2017, 9:02 Uhr, Radio SRF 2 Kultur
  • Wiederholung:
    • Donnerstag, 21. Dezember 2017, 18:03 Uhr, Radio SRF 2 Kultur

Für fünf Monate verwandelt sich die Kunsthalle Zürich in eine Kirche. Und: Mit seinen drei schlanken Zeilen begeistert das Haiku weltweit. Was es mit dem Rollenwechsel einer Institution und der Begeisterung für Kurzgedichte auf sich hat, dem geht Kontext nach.

Das japanische Kurzgedicht Haiku hat eine lange Tradition. Die strengen formalen Regeln begeistern Leser weltweit und inspirieren auch heute noch Lyrikerinnen und Lyriker. Alleine in Japan gibt es 870 Haiku Vereine, die moderne Kurzgedichte verfertigen. Der Japanologe Eduard Klopfenstein erläutert in Kontext die Aktualität einer überlieferten Form und stellt seinen neuen Sammelband «Haiku. Gedichte aus fünf Jahrhunderten» (Reclam) vor.

Ausserdem: Fünf Monate lang zeigt die Kunsthalle Zürich ihre neue Ausstellung: «The Church». Zu sehen sind Arbeiten des US-amerikanischen Künstlers Rob Pruitt, der Spiritualität erhellend handfest auf ihre Alltagstauglichkeit abklopft. Doch die Kunsthalle Zürich zeigt nicht nur Pruitts Arbeiten, sie verwandelt sich auch tatsächlich in eine Kirche. Es werden Predigten abgehalten und Aktivitäten für eine Gemeinde. Der Leiter der Kunsthalle, Daniel Baumann, und Künstler Rob Pruitt, erklären, was Kunst und Kirche gemeinsam haben und warum sich der Rollenwechsel vielleicht lohnt.

Beiträge

  • «The Church» in der Kunsthalle Zürich

    Versteh einer die Kunst! Da leiden die Schweizer Kirchgemeinden seit Jahren an Mitgliederschwund - und was tut die Kunsthalle Zürich? Sie verwandelt sich für fünf Monate ausgerechnet in eine Kirche. Als ob es davon nicht schon genug gäbe.

    Diese Idee passt zwar ganz gut in die Vor-Weihnachtszeit, aber: Was soll dieser Rollentausch und welche Rolle spielt die Kunst darin?

    Ellinor Landmann

  • Kürzest-Lyrik

    Keine Gedichtform ist kürzer als das Haiku: Drei Zeilen, mehr nicht. Das Haiku kommt aus Japan, ist aber auch im Westen sehr populär. Die kurze Form mit den strengen formalen Regeln fasziniert, entspricht der heutigen Zeit.

    Vor kurzem ist eine Sammlung mit japanischen Haiku Gedichten aus fünf Jahrhunderten auf Deutsch erschienen. In Kontext stellt der Herausgeber Eduard Klopfenstein seinen Band vor und zeigt, was hinter den Gedichten steckt.

    Esther Schneider

Autor/in: Ellinor Landmann, Esther Schneider, Moderation: Hansjörg Schultz, Redaktion: Ellinor Landmann