Künste im Gespräch – Von Farben und blinden Flecken

  • Donnerstag, 9. Januar 2020, 9:02 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Donnerstag, 9. Januar 2020, 9:02 Uhr, Radio SRF 2 Kultur
  • Wiederholung:
    • Donnerstag, 9. Januar 2020, 18:03 Uhr, Radio SRF 2 Kultur

Der Schweizer Maler Giacomo Santiago Rogado hat keine Angst vor Farben. Im Gegenteil. Der Schriftsteller Eugen Ruge erzählt in seinem Roman «Metropol» die Geschichte seiner kommunistischen Grossmutter und wie sie in die Fänge der Ideologie gerät.

Die Ausstellung «Desire Path» im Kunstmuseum Solothurn ist wie ein warmes Vollbad in Farbe. Giacomo Santiago Rogado scheut vor Farben nicht zurück. Im Gegenteil. Auf seinen abstrakten Bildern spielen Farben eine Hauptrolle.

Eugen Ruges Roman «Metropol» führt ins Moskau der 30er Jahre. Er erzählt die Geschichte seiner Grossmutter und ihrem Mann, die als deutsche Kommunisten in Moskau im Exil sind und in den Strudel der stalinistischen Säuberung geraten. Eine Geschichte, die jahrzehntelang als Familientabu galt.

Beiträge

  • Giacomo Santiago Rogado: Malerei zwischen Tiefe und Oberfläche

    Der Luzerner Künstler hat keine Angst vor Schönheit. Seine Bilder schwelgen in Farben und Formen und sind doch akkurat angelegte Experimente. Das lässt sich derzeit in seiner Ausstellung «Desire Path» im Kunstmuseum Solothurn erleben.

    Rogado erkundet wie viele vor ihm die Mittel der Malerei. Wie kommt ein räumlicher Eindruck zustande? Wo erliegen die Sinne Täuschungen? Wo nicht?

    Der 40-jährige Künstler erklärt in «Kontext», wie er zu seinen eigenständigen Lösungen findet, wann er zu dunklem Rot greift und warum der Kontrollverlust ein so wichtiges kreatives Mittel ist.

    Ellinor Landmann

  • Eugen Ruges Familienroman «Metropol»

    Mit seinem Roman «Metropol» schliesst Eugen Ruge die letzte Lücke in seiner literarischen Familiengeschichte.

    Was er mit «In Zeiten des abnehmenden Lichts» begonnen und sein Vater Wolfgang Ruge mit «Das gelobte Land» weitergeführt hat, findet nun mit dem Roman «Metropol» seinen Abschluss und Höhepunkt:

    Die jahrelang tabuisierte Geschichte von Eugen Ruges Grossmutter und Stiefgrossvater, beide kommunistische Kader und Mitarbeiter der Komintern, die während der stalinistischen Säuberung im Moskauer Hotel Metropol festgehalten wurden und nur mit sehr viel Glück wieder herausgekommen sind.

    Michael Luisier

Autor/in: Ellinor Landmann, Michael Luisier, Moderation: Bernard Senn, Redaktion: Dagmar Walser