Leonardo - das Universalgenie, das vor 500 Jahren starb

  • Freitag, 3. Mai 2019, 9:02 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Freitag, 3. Mai 2019, 9:02 Uhr, Radio SRF 2 Kultur
  • Wiederholung:
    • Freitag, 3. Mai 2019, 18:03 Uhr, Radio SRF 2 Kultur

Er starb vor 500 Jahren, am 2.5.1519. Und doch kennt ihn bis heute fast jeder: Leonardo da Vinci. Meint man. Doch die meisten kennen ihn nur ein bisschen, kennen die Mona Lisa, den vitruvianischen Mann oder die Flugmaschinen. Wir gehen einen Schritt weiter.

Leonardo da Vinci ist uns bis heute nah, und das obwohl das 16. Jahrhundert ziemlich weit weg ist.

Wir nutzen, was man heute über ihn wissen kann und versuchen, diesem Mann auf die Spur zu kommen: über seine Zeichnungen - mehr als 6000 sind erhalten; darüber, was ein Biograph aus da Vincis Notizbüchern und To-do-Listen herausliest und darüber, was Historiker heute über seine Epoche, die Renaissance, wissen.

Beiträge

  • In Leonardos Kopf

    Als typischer Renaissance-Mensch pflegte Leonardo da Vinci viele Interessen: von der Ingenieurskunst über die Anatomie, Botanik, Kartographie und Kunst bis zur Physik - kaum ein Gebiet hat ihn nicht interessiert.

    Die verblüffende Bandbreite seiner Interessen vermitteln bis heute seine vielen Zeichnungen in der Königlichen Sammlung von Schloss Windsor. Sie erlauben auch 500 Jahre nach seinem Tod einen Blick in Leonardos Kopf.

    Ellinor Landmann

  • Der Mann mit den irren to-Do-Listen

    Der US-Historiker Walter Isaacson hat sich tief in die noch erhaltenen Notizbücher Leonardos vergraben.

    Und taucht wieder auf mit dem Portrait eines Mannes, der sich nicht nur für fast alles interessiert hat, sondern der ständig etwas vorhatte, am liebsten alles gleichzeitig - und der deshalb To-do-Listen schrieb, auf denen die Frage nach den exakten Massen der Sonne direkt auf den Plan, am Samstag ins Bad zu gehen, folgen konnte - plus vielleicht die Frage: Wie funktioniert eigentlich die Zunge eines Spechts?

    Katrin Zöfel

  • Der Renaissance-Mensch

    Der Zürcher Historiker Bernd Roeck verortet Leonardo in seiner neuen Biografie in seiner Zeit. Der Buchdruck war gerade erst erfunden, in Italien herrschte für einmal zumindest ein paar Jahrzehnte lang Frieden, und Florenz blühte auf, jene Stadt, in der da Vincis Karriere begann.

    Es gab viel Raum für Ideen, Bildung, Kunst und eben: für jemanden wie Leonardo. Gleichzeitig hatte das Wissen, hatte die Kunst jener Zeit Grenzen, manche der damals aktuellen Vorstellungen wirken heute fast komisch.

    Und Leonardo versuchte diese Grenzen zu verschieben, zumindest dort, wo er sie bemerkte.

    Katrin Zöfel

Autor/in: Ellinor Landmann, Katrin Zöfel, Moderation: Brigitte Häring, Redaktion: Sabine Bitter