Literatur im Gespräch mit Zukunftsvisionen und Ehegeschichten

  • Donnerstag, 30. April 2020, 9:02 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Donnerstag, 30. April 2020, 9:02 Uhr, Radio SRF 2 Kultur
  • Wiederholung:
    • Donnerstag, 30. April 2020, 18:03 Uhr, Radio SRF 2 Kultur

Smarte Cities und technisch aufgerüstete Häuser versprechen ein bequemes Leben, allerdings zum Preis der totalen Überwachung. Zwei befreundete Ehepaare leben ihre amourösen Abenteuer übers Kreuz und dann ist da noch die abgefahrenste Lovestory der Saison – das alles in der Bücherauswahl vom April.

Sie kommen von der Arbeit nach Hause. Ihr Haus erwartet sie, es ist bereit für sie. Es weiss, wie sie sich gerade fühlen und was sie brauchen. Es organisiert etwas zu Essen, es macht dort Licht, wo sie sich hinbewegen. Es ruft Freunde an, wenn sie einsam sind. Kurz es hat Augen und Ohren und überall Sensoren, die alles registrieren. Ein schöner Traum – oder doch eher ein Albtraum? Der Roman «Technophoria» von Niklas Maak spielt mit technischem Wissen von heute und erfindet damit ein mögliches Leben in naher Zukunft.

Wie der Autor das macht und wie er diese smarten Cities und Häuser in eine Geschichte verwebt, das diskutieren die Literaturkritikerin Anne-Sophie Scholl und der Literaturprofessor Philipp Theisohn mit Esther Schneider in Literatur im Gespräch.

Die weiteren Bücher der Sendung: «Sarah» von Scott McClanahan, die abgefahrenste und verrückteste Liebesgeschichte dieser Saison; sowie «Zwei und Zwei» von Tessa Hadley, eine Geschichte von zwei befreundeten Ehepaaren mit Liebesaffären übers Kreuz.

Gäste: Philipp Theisohn, Anne-Sophie Scholl

Beiträge

  • Technophoria von Niklas Maak

    Sie kommen von der Arbeit nach Hause. Ihr Haus erwartet sie, es ist bereit für sie. Es weiss, wie sie sich gerade fühlen und was sie brauchen. Es organisiert etwas zu Essen, serviert Tee, es macht dort Licht, wo sie sich hinbewegen. Es ruft Freunde an, wenn sie einsam sind.

    Kurz: es hat Augen und Ohren und überall Sensoren, die alles registrieren.

    Ein schöner Traum – oder doch eher ein Albtraum? Eine Zukunftsvision mit smarten Häusern und smarten Cities. Doch der Preis dafür ist die totale Überwachung.

    Buchhinweis:Niklas Maak: Technophoria (Hanser)

    Esther Schneider

  • Zwei und Zwei von Tessa Hadley

    Zwei befreundete Mittelklasse-Ehepaare; die Frauen kennen sich seit ihrer Kindheit, die Männer ebenso. In ihrer Jugend flirten sie übers Kreuz. Dann wird geheiratet, es kommen Kinder.

    Und dann, dreissig Jahre später wieder? Oder hat es schon immer zwischen den Paaren gefunkt? Hat man damals die richtigen Partner gewählt? Kommt es noch im Alter zum Ehebruch?

    Tessa Hadley hat einen unaufgeregten, charmanten Roman geschrieben über den Ehealltag, die Freundschaft und die Sehnsucht, nach dem, was man nicht hat.

    Buchhinweis:Tessa Hadley: Zwei und Zwei (Kampa)Aus dem Englischen von Gertraude Krueger

    Esther Schneider

  • Sarah von Scott McClanahan

    Er ist der beste betrunkene Autofahrer der Welt. Dumm nur, dass seine kleinen Kinder hinten im Fond des Wagens sitzen. Scott ist charmant, witzig und er ist unsterblich verliebt in Sarah, die Frau seines Leben. Aber er vermasselt es.

    Denn Scott ist auch ein unzuverlässiger Kindskopf, der immer wieder mal ausbüxt und seine Abstürze braucht. Das geht gut solange er mit Sarah keine Familie hat.

    Sarah ist eine verrückte und abgefahrenen Liebesgeschichte.

    Buchhinweis:Scott McClanahan: Sarah (ars vivendi)aus dem amerikanischen Englisch übersetzt von Clemens Setz

    Esther Schneider

Autor/in: Esther Schneider, Moderation: Esther Schneider, Redaktion: Raphael Zehnder