Norwegen – eine literarische Entdeckungsreise

  • Mittwoch, 9. Oktober 2019, 9:02 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Mittwoch, 9. Oktober 2019, 9:02 Uhr, Radio SRF 2 Kultur
  • Wiederholung:
    • Mittwoch, 9. Oktober 2019, 18:03 Uhr, Radio SRF 2 Kultur

Fjorde, Berge, Natur – dafür steht Norwegen. Das Land hat aber auch eine enorm vielfältige und hochstehende Literatur. Es ist Ehrengast an der Frankfurter Buchmesse. «Kontext» unternimmt einen Streifzug durch einschlägige Neuerscheinungen und lässt Autorinnen und Autoren zu Wort kommen.

Buchhinweis:

  • Roy Jacobsen: Die Unsichtbaren. Eine Insel-Saga. Aus dem Norwegischen von Gabriele Haefs und Andreas Brunstermann. C.H. Beck 2019.
  • Maja Lunde: Die Letzten ihrer Art. Aus dem Norwegischen von Ursel Allenstein. btb 2019.
  • Erika Fatland: Die Grenze. Eine Reise rund um Russland. Aus dem Norwegischen von Ulrich Sonnenberg. Suhrkamp 2019.

Beiträge

  • Literarische Suche nach der Wahrheit

    Norwegische Literatur zeichnet sich dadurch aus, dass sie nicht verkopft ist, sondern oft an anschaulichen Figuren die Wahrheit sucht: Wer ist der Mensch? Wie ist unser Umgang mit der Natur? Wie wollen wir leben?

    Die stoffliche Tiefe, gekoppelt mit einer schnörkellosen Sprache, trifft den Geschmack des Publikums. Seit Jostein Gaarders Bestseller «Sofies Welt» von 1993 erfreut sich die norwegische Literatur auch im deutschsprachigen Raum einer zunehmenden Popularität.

    Die hohe Qualität dieser Literatur erklärt sich auch aufgrund der grossen literarischen Tradition – und der staatlichen Förderung.

    Felix Münger

  • Roy Jacobsen: Literaturstar aus dem Norden

    Roy Jacobsen zählt derzeit zu den stärksten literarischen Stimmen aus Norwegen. In seiner Romantrilogie «Die Unsichtbaren» entwickelt er ein ruhiges und stimmungsvolles Bild von Norwegen in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts.

    Das Buch schildert das einstige harte Leben auf den Schären-Inseln in Nordnorwegen und zeigt, wie die traumatische Besetzung durch Hitler-Deutschland 1940 in das Leben einfacher Menschen eingriff.

    Es sei die Aufgabe der Literatur, an die Zeit vor der heutigen Wohlstandsgesellschaft und damit an die historischen Wurzeln zu erinnern, sagt Roy Jacobsen im Interview.

    Felix Münger

  • Maja Lunde: Die Autorin des «Klima-Quartetts»

    Man müsse darüber schreiben, wofür man brenne, sagt die norwegische Autorin Maja Lunde. In ihrem Fall sei es der Kampf gegen den Klimawandel.

    Seit fünf Jahren arbeitet sie an einem so genannten «Klima-Quartett»: vier Romane, welche literarisch die Folgen des Klimawandels darstellen.

    Bereits zwei Bände dieser «Climate-Fiction»-Reihe sind erschienen. Sie sind zu Bestsellern geworden.

    Im aktuellen dritten Band «Die Letzten ihrer Art» verknüpft Maja Lunde erneut emotionale Geschichten von Menschen mit der globalen Umweltproblematik und ergründet dabei die fatalen Konsequenzen des Artensterbens.

    Felix Münger

  • Erika Fatland: Der «norwegische Marco Polo»

    Erika Fatland ist viel unterwegs. Ihre in einem dokumentarisch-reportagenhaften Stil gehaltenen Bücher erzählen packend von ihren Erlebnissen und Reflexionen in fernen Ländern.

    Ihr aktuelles Werk «Die Grenze» schildert ihre Reise rund um Russland: 20'000 Kilometer durch 14 Länder: China, Kasachstan, Georgien Erika Fatland hat aufgrund ihrer Tätigkeit als Reiseschriftstellerin einen doppelten Blick auf Norwegen: einen von innen und einen von aussen. Im Gespräch sagt sie, sie bei jeder Heimkehr in die Heimat beeindruckt von der Zuversicht ihrer Landsleute – und von deren enormem Reichtum.

    Felix Münger

Autor/in: Felix Münger, Moderation: Brigitte Häring, Redaktion: Michael Sennhauser