Christenverfolgung?!

Irak, Nigeria, Sri Lanka: Christinnen und Christen werden heute vor allem in Asien und Afrika verfolgt. Dabei ist die Christenverfolgung so alt wie das Christentum.

Die Kirchengeschichte versteht unter diesem Begriff den Zeitraum, in dem die frühen Christen im Römischen Reich verfolgt wurden. Erst im vierten Jahrhundert nach Christus wurde das Christentum Staatsreligion.

In jüngster Zeit ist das «Christenverfolgung» zu einem ambivalenten Begriff geworden. Er dient dazu, aktuelle Unterdrückung, Vertreibung und Ermordung von Millionen von Christen in der Welt anzuprangern. Aber er ist auch zu einem Schlagwort von Rechtspopulisten geworden. Dort wird es auch genutzt, um gegen «den Islam» und «die Muslime» zu hetzen. Und während der Flüchtlingskrise wurde dann zeitweise sogar zwischen christlichen und muslimischen Flüchtlingen unterschieden.
Was sind die Ursachen dafür, dass auch 2017 so viele Christinnen und Christen auf der Welt verfolgt werden? Und was machen Schweizer Organisationen wie «Open Doors» und «Kirche in Not», damit ihr Anliegen nicht für rechtspopulistische Zwecke missbraucht wird?

Redaktion: Raphael Rauch