Igitt, Fruchtfliegen!

Gesundheitsgefährdend sind sie nicht. Dass sich Fruchtfliegen auf unseren Lebensmitteln fortpflanzen, macht die Sache aber nicht appetitlicher. Tipps, wie man den Insekten die Kücheninvasion möglichst schwer macht – und wie man sie wieder los wird, wenn sie sich schon eingenistet haben.

Fruchtfliegen auf einer angeschnittenen Zitrusfrucht Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Wie aus dem Nichts: Fruchtfliegen okkupieren innert Kürze Früchte und andere Esswaren. imago

Alle Jahre wieder fallen sie in unsere Küchen ein und machen den Griff in die Früchteschale oder das Öffnen der Grünguttonne zu einem zwiespältigen Erlebnis: Fruchtfliegen, wissenschaftliche Bezeichnung Drosophila, umgangssprachlich Igitt!

Die kurzlebigen, dafür furchtbar fruchtbaren Tierchen komplett aus dem Haushalt herauszuhalten, ist beinahe ein Ding der Unmöglichkeit. Mit den folgenden acht «Mailbox»-Tipps lässt sich das Schwärmen im und ums Haus herum aber wenigstens einigermassen in Grenzen halten.

Acht Tipps zur Vorbeugung

  • Fenster zu Je weniger geöffnet sind, desto weniger Fruchtfliegen fliegen uns von aussen zu. Und das sind nicht wenige!
  • Keine offenen Flaschen herumstehen lassen Speziell Alkohol und Essig üben eine magische Anziehungskraft aus. Wenn Altglas vor dem Entsorgen im Haus gelagert wird, lohnt es sich, die Flaschen auszuspülen.
  • Keine Früchte herumstehen lassen Zum einen ist faulendes Obst der perfekte Lockstoff, zum anderen sind Fruchtfliegen – der Name sagt's – von Natur aus scharf auf Früchte. Von ihnen ernähren sie sich nicht nur, auf ihnen legen sie auch ihre Eier ab.
  • Reife Früchte nicht länger herumstehen lassen Sind die Eier erst mal gelegt, geht es zügig voran: Innerhalb eines Tages entwickeln sich daraus Larven, die sich nach fünf Tagen verpuppen – und wenig später erhebt sich schon die nächste Fruchtfliegen-Generation in die Lüfte. Das Tempo der Vermehrung hängt übrigens von der Aussentemperatur ab: je wärmer, desto schneller.
  • Obst kühl lagern Je kälter, desto langsamer: Die Temperaturen im Kühlschrank bremsen die Fruchtfliegen-Vermehrung erheblich. Völlig aufhalten lässt sich der Lauf der Natur allerdings nicht, denn die anpassungsfähigen Insekten kommen zwar ursprünglich aus den Tropen, finden inzwischen aber auch Temperaturen um die zehn Grad ganz okay.
  • Obst nach dem Einkauf waschen Die Einkaufstasche ist das Einfallstor in die heimische Küche! Die Früchteauslagen im Grossverteiler oder am Marktstand sind im Sommer regelrechte Drosophila-Balzplätze. Hält man sich vor Augen, dass ein einziges Weibchen schon rund 400 Eier legt, wird auch an den gerade ausgesuchten Früchten das eine oder andere Gelege kleben.
  • Grüngutbehälter regelmässig leeren Ja, da ist ein Deckel auf Eimer und Tonne. Irgendwie finden die Fruchtfliegen aber immer einen Weg hinein und hinaus. Und je länger das Grüngut vor sich hin gären kann, desto grösser der Schwarm, der einem beim nächsten Öffnen um die Ohren fliegt.
  • Auf der Hut bleiben Auch wenn man meint, die Fruchtfliegenplage besiegt zu haben: Die Überlebenskünstler kommen wieder, wenn nicht gleich, dann im nächsten Jahr. Womit sich der Kreis schliesst und wir wieder bei Tipp Nummer eins anfangen können.

Die perfekte Fruchtfliegen-Falle

Der fruchtfliegenfreie Haushalt ist eine Illusion. Die wiederkehrende Plage lässt sich aber mit der «Trick 77»-Methode einfach und wirksam in Grenzen halten:

  1. In ein Glas oder eine Schale etwas Essig leeren.
  2. Mit Wasser auffüllen.
  3. Einen Spritzer Geschirrspülmittel beigeben.
  4. Das Glas in der Nähe der Tiere positionieren.

Die Fruchtfliegen werden vom Essiggeruch angezogen und ertrinken reihenweise im Gemisch, weil das Geschirrspülmitel die Oberflächenspannung der Flüssigkeit massiv verringert. Schon nach kurzer Zeit schwärmen so deutlich weniger Insekten herum.

Wie gehen Sie mit der Fruchtfliegenplage um? Teilen Sie hier Ihre Tipps!