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Zahnimplantate.
Legende: Zahnimplantate werden in den Knochen geschraubt. imago
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Körper & Geist Heikle Zahnimplantate

Implantate sind der optisch unauffälligste Zahnersatz – brauchen aber ein Extramass an zahnärztlichem Können und Pflege durch den Patienten. Denn eine falsche Indikation, mangelhafte Implantations-Technik oder ungenügende Mundhygiene begünstigen Entzündungen bis hin zum Verlust des Zahnersatzes.

Wenn fehlende Zähne ersetzt werden müssen, sind Zahnimplantate heute die Methode der Wahl. Dabei wird eine Schraube, die meistens aus Titan besteht, in den Kieferknochen eingesetzt. Die Schraube dient als künstliche Zahnwurzel. Sitzt sie fest und ist die Wunde gut verheilt, kommt auf sie ein prothetischer Zahnersatz, der die Zahnlücke schliesst.

Die Methode ist beliebt. Jährlich werden in der Schweiz laut Schätzung der Implantat Stiftung Schweiz rund 80'000 Zahnimplantate eingesetzt. Doch die Implantate sind heikler als lange Zeit gedacht.

Aktuelle Studien gehen davon aus, dass sich bei jedem zehnten Implantat nach fünf bis zehn Jahren rund um die Schraube bakterielle Entzündungsherde im Zahnfleisch bilden. Die Bakterien siedeln sich auf der Implantat-Schraube an und bilden dort einen Biofilm. So geschützt vor dem körpereigenen Immunsystem vermehren sie sich und greifen Zahnfleisch und Knochen an.

Eine Periimplantitis bereitet meist keine Schmerzen. Es besteht deshalb die Gefahr, dass sie unbemerkt weit voranschreitet, bis der Zahnfleisch- und Knochenabbau schliesslich dazu führen kann, dass die Implantat-Schraube sichtbar wird und im Extremfall das ganze Implantat ersetzt werden muss.

Video
Zahnimplantate – Heikler als man meint
Aus Puls vom 13.10.2014.
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Langwierige Therapie

Die folgende Therapie gestaltet sich aufwändig. Häufig muss der Zahnarzt das entzündete Gewebe entfernen und die Implantat-Oberfläche von den Bakterien befreien. Eventuell ist zusätzlich sogar ein Knochenaufbau erforderlich. Obwohl heute verschiedene Verfahren wie beispielsweise Ultraschall, Titanbürsten, Laser oder eine Art Sandstrahler zur Entfernung der Bakterien eingesetzt werden, sind die Fachleute mit den Ergebnissen nur bedingt zufrieden. Studien zeigen denn auch, dass bei jedem fünften Patienten nach dem Eingriff die Periimplantitis erneut auftritt.

Die Experten betonen deshalb, wie wichtig es sei, es erst gar nicht so weit kommen zu lassen. Schliesslich wisse man heute, dass richtige Pflege und eine gute zahnärztliche Überwachung die Periimplantitis verhindern kann. Dazu gehören nebst regelmässigem Zähneputzen und dem Einsatz spezieller Zahnseide mindestens ein, besser zwei jährliche Kontrollbesuche beim Zahnarzt, um Zahnfleischentzündungen frühzeitig zu erkennen und zu behandeln. So lässt sich eine Ausbreitung der Bakterien vom Zahnfleisch auf das Implantat rechtzeitig stoppen.

Parodontitis spricht gegen ein Zahnimplantat

Heute ist bekannt, dass Patienten, die im Vorfeld einer Implantation bereits an einer besonders aggressiven Form von bakterieller Zahnfleischentzündung, der Parodontitis, litten, ein erhöhtes Risiko haben, auch mit ihrem Implantat Probleme zu bekommen.

Andere Risikofaktoren sind starkes Rauchen oder falsche Technik beim Implantieren. Wenn die Implantate beispielsweise zu eng nebeneinander gesetzt werden, können die Zahnzwischenräume nur ungenügend geputzt werden. Wird die Zahnkrone mit Zement auf der Implantatschraube fixiert, besteht die Gefahr, dass Zementüberschüsse nur ungenügend entfernt werden können. Auf der rauen Oberfläche der Zementüberschüsse siedeln sich dann gerne die Bakterien an, die mit der Zeit zu Periimplantitis führen.

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6 Kommentare

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  • Kommentar von Markus Schaub , Bern
    Zahnimplantate kommen für mich schon aus preislichen Überlegungen nicht in Frage. Viiiieeeel zuuuuu teeeeeuuuuuer!!
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    1. Antwort von Sindler Karel , Tschechien
      Lieber Markus,ich lebe im moment in der Tschechien.Vor 7 Jahren habe ich mich etschieden,mit 5 Implantaten ganze Unterkieferersatz zu reparieren. Ich habe nich mal 8 000 sfr bezahlt.Schweizer Implantate sind nich teuer,wie du siehst.Nur teuer machen das die Quaksalber,welche das in meiner Heimat implantieren.Liebe Grüsse ,von Karel.
  • Kommentar von Werner Jäckle , Moosstrasse 20
    Es gibt immer noch die althergbrachte "Brücke" ist von der Ästetik nicht so schön wie ein Implantat, aber für einen Backenzahn immer noch die bessere Wahl, mit viel weniger Risiko. Die Zähne, rechts und links der Lücke, werden auch in ihrer Position gehalten und können nicht Stürtzen.
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  • Kommentar von Magi Kraner , Rapperswil
    Eine Frage: wenn mir ein Backenzahn fehlt und mich das überhaupt nicht stört, muss ich den Zahn dann ersetzten durch ein Implantat oder ist das letztlich nur aus ästhetischen Gründen ein Grund dafür?
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