Laptop & Co. stören im Hörsaal

Laptops, Tablets und Smartphones gehören zum Bild jedes Hörsaals. Was als Lernhilfe gedacht ist, kehrt sich oft ins Gegenteil. Verschiedene Studien kommen zum Schluss, dass die Geräte dem Lernen mehr schaden als nutzen.

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Laptops behindern das Lernen

0:40 min, aus Puls vom 11.9.2017

Eine Studie verglich Studenten, die sich im Hörsaal von Hand Notizen machten mit solchen, die auf dem Laptop die Vorlesung mitschrieben. Es zeigte sich, dass im Schnitt diejenigen bessere Prüfungen ablegten, die sich für den Notizblock und Schreibstift entschieden hatten.

Die Forscher von University of California erklären sich das so: Wer per Laptop-Tastatur mitschreibt, kann zwar sehr schnell tippen und somit praktisch die Vorlesung transkribieren. Das Gehörte aber geht quasi direkt vom Ohr in die Finger, ohne den Umweg übers Hirn zu machen.

Wer hingegen von Hand notiert, der kann unmöglich alles mitbekommen, zu langsam schreiben wir mit Stift. Dafür muss er sich mit dem Inhalt auseinandersetzen, das Hirn also einschalten. Somit bleibt dann auch mehr hängen.

Ablenkung

Einen anderen Ansatz wählten kanadische Forscher der York und der Mcmaster University. Sie beobachteten die Konzentrationsfähigkeit von Studierenden während der Vorlesung. Ergebnis: Auch wer nicht direkt selber an einem Laptop sass, sondern in unmittelbarer Nachbarschaft, war öfters abgelenkt und schrieb schlechtere Tests, als solche, die keinen Laptop in der Nähe hatten.

Auch Untersuchungen an der amerikanischen Militärakademie USMA kam zu ähnlichen Ergebnissen. Während eines ganzen Semesters durften die einen Klassen elektronische Geräte einsetzen, andere nicht. Auch hier schnitten am Ende des Semesters diejenige ohne elektronische Geräte deutlich besser ab.

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