Der Znüni-Streit

Seit vielen Jahren werden an Schulen Znüni-Empfehlungen verteilt. Durchgesetzt haben sie sich noch nicht zur Gänze.

Drei geöffnete Znüni-Boxen mit Apfel, Gemüse und Brot. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Welchen Znüni hätten Sie gern? imago

Eigentlich ist es keine Wissenschaft: In die Znüni-Box von Kindergärtnern und Schülern gehört, was gesund ist. Nur: Eltern und Kinder sind sich über den Inhalt oft uneins. Und manche Eltern wiederum lassen sich in ihre Ernährungsgewohnheiten nur ungern hineinreden. Wie viel Genuss darf also sein?

Streitpunkt «Znüni»

57 min, aus Treffpunkt vom 01.12.2015

Marianna Honegger vom schulärztlichen Dienst der Stadt Zürich verteilt seit vielen Jahren Znüni-Empfehlungen – eine Aktion, die lange noch nicht überflüssig zu sein scheint. «Es geht immer wieder darum, zu sagen: Was ist die Basis einer gesunden Ernährung?», so Honegger. Dass es mit der Umsetzung des gesunden Znüni hapert, ist manchmal schon ein reines Zeitproblem: Ein Riegel ist schneller mitgenommen als ein Brot geschmiert. So ganz lässt Honegger die Zeitnot als Argument aber nicht gelten, denn ein ganzer Apfel sei schliesslich genauso schnell eingepackt.

Die Schweizerische Gesellschaft für Ernährung gibt als Empfehlung heraus: Hauptsache zuckerfrei. Zu Süsses ist schlecht für Zähne und fördert das Übergewicht.

Wie sieht also ein gesunder Znüni aus?

  • Frische Früchte oder Gemüse
  • Manchmal sind auch exotische Früchte (Mango, Banane) oder Dörrfrüchte okay. Sie enthalten zwar viele Vitamine, Nährstoffe und Mineralstoffe, aber auch konzentrierte fruchteigene Zucker und Säuren, die schädlich für den Zahnschmelz sind. Deshalb eignen sie sich nur hin und wieder für eine Zwischenmahlzeit.
  • Falls das Kind grösseren Hunger hat: (Vollkorn-)Brot, Sandwich oder Vollkorncracker
  • Reiswaffeln oder Knäckebrot
  • Käse oder Frischkäse, hin und wieder Wurst
  • Quark, Joghurt oder Milch – alles aber Nature
  • Nüsse, naturbelassen
  • Wasser oder ungesüsster Tee

Das macht Kindern Appetit auf mehr:

  • Figuren: Karotten-Autos, Gurken-Bären – der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Am leichtesten funktioniert das, wenn man die Figuren mit Ausstechformen aus den Gemüsescheiben stanzt.
  • Gesundes als Spiess verpacken