Ängste und Sicherheit im Alter

«Achtung, er könnte runterfallen», sagt die Grossmutter, wenn ihr Enkel eine Treppe hochklettert. «Ist es dort nicht gefährlich?», fragt die Mutter, wenn die Tochter verreist. Werden wir eigentlich je älter desto ängstlicher?

Je mehr Unheil man gesehen hat, desto schneller ist man ängstlich.
Bildlegende: Je mehr Unheil man gesehen hat, desto schneller ist man ängstlich. colourbox.com

«Das erhöhte Sicherheitsbedürfnis von älteren Menschen ist durch eine Zunahme der Verletzbarkeit zu erklären», sagt Bettina Ugolini vom Zentrum für Gerontologie der Universität Zürich. Viele Menschen brauchen im Alter psychisch, physisch und sozial mehr Sicherheit.

Für die Angehörigen kann dies zu einer Belastung werden. Um damit umzugehen, kann man folgende Tipps befolgen:

  • Die Ängste ernst nehmen.
  • Nicht sagen: «Du brauchst keine Angst zu haben!», denn das verstärkt die Angst.
  • Erklären, dass man die Angst versteht und nachvollzieht, aber dass sie niemandem hilft.
  • Eventuell nachfragen, was ihr/ihm helfen würde, sich weniger zu sorgen.

Moderation: Reto Scherrer, Redaktion: Brigitte Wenger