Bei gesundheitlichen Problemen kann Fliegen gefährlich sein

Am liebsten würden wir jederzeit und bis ins hohe Alter Flugreisen unternehmen. Doch mit gesundheitlichen Problemen oder nach medizinischen Eingriffen ins Flugzeug zu steigen, will gut überlegt und mit dem Arzt besprochen sein.

Flugpassagiere laufen mit Handgepäck durch einen Gang im Flughafen Zürich.
Bildlegende: Wer unsicher ist, sollte vor einer bevorstehenden Flugreise den Arzt konsultieren. Keystone

«Nach Operationen darf man erstaunlicherweise relativ bald wieder fliegen», sagt Hausarzt Thomas Kissling, «allerdings müssen Patienten nach laparoskopischen Eingriffen im Bauchraum etwas länger warten.»

Die Ärzte haben Tabellen, welche ziemlich genau angeben, ab wann man nach welchen Eingriffen wieder fliegen darf. Bei Herzproblemen muss der Arzt gut hinschauen. Stents im Flugzeug sollten kein Problem sein, «doch wenn sich jemand auf einem Alpenpass von 2000 bis 2500 Meter nicht wohl fühlt, sollte er auch das Fliegen lassen», sagt Thomas Kissling.

Einige Tipps vom Hausarzt:

  • Bei Unsicherheit den Arzt auf bevorstehende Flugreisen ansprechen.
  • Wichtige Medikamente gehören ins Handgepäck (gesetzliche Vorgaben beachten), eine Arzneimittelliste getrennt von Medikamenten und eventuell ein mehrsprachiges ärztliches Attest mitnehmen.
  • Aspirin als Thromboseprophylaxe nützt nichts. Lieber einen Gangplatz buchen. Studien sagen, dass Passagiere auf Gangplätzen ein kleineres Thromboserisiko haben. Die Beine können besser ausgestreckt werden und es ist einfacher aufzustehen, um sich bewegen zu können.

Redaktion: Brigitte Wenger