Entenflöhe – lästig, aber harmlos

Wer bei Wassertemperaturen von rund 23 Grad in einem seichten See badet und danach von Juckreiz geplagt wird, hat wahrscheinlich Entenflöhe. Diese Stiche jucken zwar, sind aber ungefährlich. Der «Ratgeber» gibt Tipps zur Vorbeugung und Behandlung.

Mann geht im Genfersee baden.
Bildlegende: Schnell ins tiefe Wasser: Entenflöhe kommen in seichten Gewässern vor. Keystone

«Ratgeber»-Hausarzt Thomas Kissling empfiehlt:

  • Seichtes Wasser vermeiden, schnell in tiefere Gewässer schwimmen
  • Nach dem Baden sich gründlich abduschen, abtrocknen und nasse Badekleider durch trockene ersetzen
  • Sollte trotzdem nach dem Baden Juckreiz auftreten, kratzen unbedingt vermeiden und damit weiteren Entzündungen vorbeugen
  • Juckende Stiche kühlen, mit Salbe behandeln - wie bei anderen Mückenstichen auch

Entenflöhe sind Larven von Entenparasiten. Bei wärmeren Wassertemperaturen schwärmen diese aus und suchen Wasservögel als ihren Endwirt. Auf dieser Suche treffen sie manchmal auf badende Menschen, unter deren Haut sie versuchen einzudringen. Bei diesem Prozess sterben die Larven jedoch in der Haut ab und dies löst bereits kurz nach dem Baden heftigen Juckreiz aus. Spätestens nach 10 bis 20 Tagen ist aber alles vorbei.

Autor/in: Lea Fürer, Moderation: Adrian Küpfer