Ferien planen in Coronazeiten – die wichtigsten Tipps

Ab an den Strand. Was letztes Jahr noch selbstverständlich war, gestaltet sich derzeit kompliziert. Reisen wurde abgesagt, mancher fragt sich, ob er überhaupt ins Ausland verreisen soll. Und wie sieht es wohl mit Herbst- und Winterferien aus? Buchen oder nicht? Hier die wichtigsten Informationen.

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Ferien planen in Coronazeiten ist eine knifflige Sache. Hier finden Sie die wichtigsten Informationen und Tipps.

Reise wurde abgesagt: Wie bekomme ich mein Geld zurück?

  • Einzel zusammengestellte Reisen: Wer seine Reise selbst zusammengestellt und gebucht hat, muss mit jedem einzelnen Anbieter verhandeln. Ist der Flug abgesagt, muss die Airline das Geld zurückerstatten. Anders sieht es bei Hotels, Mietwagenanbieter etc. aus: Je nach Annullationsbedingungen hat man als Kunde keinen Anspruch auf Rückzahlung. Hier lohnt es sich, mit dem Anbieter zu verhandeln, allenfalls zeigt er sich kulant.
  • Pauschalreisen: Hat man seine Ferien in einem Reisebüro als Komplett-Arrangement gebucht, muss dieses das Geld zurückerstatten.

Gutschein statt Geld: Muss ich das akzeptieren?

  • Viele Reiseveranstalter und Fluggesellschaften möchten das Geld in Form eines Gutscheines zurückerstatten und erwähnen dabei nicht, dass auch eine Rückzahlung möglich ist.
  • Tatsächlich hat der Kunde die Wahl, ob er einen Gutschein möchte oder lieber das Geld.
  • Dabei sollte man aber bedenken: Viele Reisebüros stecken zurzeit aufgrund der Coronakrise in finanziellen Problemen. Manches kleine Unternehmen ist bestimmt froh, wenn sich der Kunde oder die Kundin solidarisch zeigt und einen Gutschein akzeptiert. Vor allem, wenn man sowieso vor hat, die Reise irgendwann nachzuholen. Klar, dabei besteht das Risiko, dass das Reisebüro in der Zwischenzeit Konkurs geht und das Guthaben verloren ist. Der Bund versucht allerdings, das zu verhindern, indem er Notkredite zusprach. Ausserdem besteht für Reiseanbieter ein Betreibungsstopp bis mindestens September. Und: Die meisten Reisebüros sind Mitglied eines Garantiefonds. Dieser springt ein, falls das Unternehmen keine Rückzahlungen mehr leisten kann.
  • Tipp: Macht der Reiseveranstalter Probleme, dann wenden Sie sich an den Ombudsmann der Schweizer Reisebranche. Er wird versuchen, in dieser Angelegenheit zu vermitteln.

Ein ungutes Gefühl ist kein Grund für eine Annullierung

  • Das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten rät nach wie vor von Reisen ins Ausland ab. Das ist allerdings nur ein Rat, es ist jedem selbst überlassen, ob er sich daran hält oder nicht.
    Angst vor dem Coronavirus ist daher kein Argument für eine Absage, denn Fluggesellschaft und Hotel würden ihre Leistung erbringen.
    Tipp: Sprechen Sie mit den Anbietern und bitten Sie um Kulanz.

Wenn Sie Ihre Reise antreten: Informieren Sie sich vorab

  • Wer in nächster Zeit ins Ausland verreist, sollte sich vorab über die Corona-Regeln im Zielland informieren, damit böse Überraschungen ausbleiben. Es ergibt zum Beispiel wenig Sinn, den zweiwöchigen Urlaub in Irland anzutreten, da in diesem Land alle Ankommenden zuerst 14 Tage in Quarantäne müssen.
  • Auskunft über die aktuelle Situation erteilen die entsprechenden Landesvertretungen in der Schweiz. Die Kontaktdaten finden Sie hier.
  • Masken und Hygienehandschuhe gehören so oder so ins Gepäck.

Planung von Herbst- und Winterferien

  • Wann eine «normale» Ferienplanung wieder möglich ist, lässt sich zurzeit nicht sagen, denn es ist ungewiss, wie sich die Corona-Situation entwickelt.
  • Wenn möglich sollte man daher mit der Ferienplanung zuwarten.
  • Wer trotzdem jetzt buchen will, sollte folgendes beachten:
    • Wählen Sie nur Angebote, die Sie kostenlos stornieren können.
    • Wer über ein Reisebüro bucht, ist bei Reise-Annullationen besser geschützt.
    • Schliessen Sie eine Reiseversicherung ab. Achten Sie aber unbedingt darauf, dass diese Epidemien und Pandemien miteinschliesst.

Moderation: Dani Fohrler, Redaktion: Maria Kressbach