Kein Riecher mehr: So trainiere ich meine Nase

Gesunde Menschen können bis zu 4000 Gerüche unterscheiden. Ein Unfall, ein Schlag auf den Kopf oder eine Entzündung können dazu führen, dass plötzlich nichts mehr riecht oder schmeckt. Etwa fünf Prozent aller Menschen sind davon betroffen.

Ab dem Alter von 50 Jahren lässt der Geruchssinn häufig nach, bei Männern stärker als bei Frauen.
Bildlegende: Ab dem Alter von 50 Jahren lässt der Geruchssinn häufig nach, bei Männern stärker als bei Frauen. colourbox

Die meisten Menschen würden am ehesten auf den Geruchssinn verzichten, wenn sie denn einen opfern müssten. Im Gegensatz zu Mäusen kann der Mensch ohne Geruchssinn überleben. Aber wer ihn verliert, erlebt oftmals eine grosse Einbusse an Lebensqualität. Häufig ist nämlich mit dem Verlust des Geruchssinnes auch der Geschmackssinn tangiert. Das Essen schmeckt dann fad oder nach gar nichts mehr.

In den allermeisten Fällen sind Polypen (Ausstülpungen der Schleimhaut), krumme Nasenscheidewände, oder chronische Entzündungen, z.B. der Nasennebenhöhlen, die Ursache.

Die gute Nachricht: In den meisten Fällen kann man den verlorenen Geruchssinn, und damit auch den Geschmackssinn, zurückgewinnen. Dies durch Medikamente oder eine Operation, wenn die Ursache rein organisch ist, oder durch ein Riech-Training, wenn die Ursache komplizierter ist.

Moderation: Stefan Kohler, Redaktion: Christine Schulthess