Nun kommt das «Ballett für alle»

Fit und Gesund

Die präzise Tanzlehre kommt runter von der Bühne und findet den Weg in die Gymnastikräume. «Ballett für erwachsene Anfänger» oder «Ballett für alle» heissen die Tanzkurse, die es übrigens auch für Männer gibt.

Ballerina an der Stange.
Bildlegende: In manchen Sportlerkreisen ist Ballett verpönt. Zu unrecht. Das merkt, wer es ausprobiert. colourbox.com

Ballett ist die Grammatik der Bewegung. Ballett braucht Disziplin. Ballett ist wunderschön anzuschauen. Und Ballett ist ein tolles Training für Kopf und Körper – auch für Ihren.

Für Haltung, Beweglichkeit und Balance

Studien belegen, dass Spitzensportler wie Langläufer oder Fussball-Junioren von ergänzendem Tanztraining profitieren können: Die Studienteilnehmer verbesserten die Mobilität der Gelenke, die Flexibilität der Muskeln und die statische Balance. Daraus resultierten weniger sportartbedingte Rückenschmerzen und Verletzungen.

Ein Tutu brauchts nicht

Einige Infos für Balletteinsteiger:

  • Für wen? Ballett ist für alle, die grundsätzlich gesund sind. Es verbessert die Beweglichkeit, die Körperspannung und -haltung, das Gleichgewicht und die Kraft. Ein aufbauendes Krafttraining im Fitnesscenter ersetzt das Balletttraining jedoch nur bedingt.
  • Was bringt Ballett dem Kopf? Tanzen – egal ob Ballett oder Volkstanz – fordert den Kopf und die Muskeln. Dieses Zusammenspiel ist das effizientere Gehirntraining als Kreuzworträtsel und Sudoku.
  • Muss man den Spagat können? Nein, muss man nicht. Voraussetzungen gibt es keine, ausser die Lust an der Bewegung und die Disziplin, strenge Korrekturen auszuhalten und umzusetzen.
  • Muss man ein Tutu anziehen? Nein, muss man nicht. Gymnastikkleider reichen aus. Ideal sind enge Beinkleider wie Leggings, so sieht man, ob die Knie gestreckt oder gebeugt sind. Gut ist, wenn man sich im Spiegel anschauen mag, denn das macht man oft.
  • Wie muss man sich das Training vorstellen? Trainiert wird an der Ballettstange, frei im oder diagonal durch den Raum. Vielleicht baut die Lehrperson auch übliche Kraft- und Dehnübungen ein.
  • Was ist der Unterschied zu Yoga, Pilates oder anderen Gymnastiktrainings? Beim Ballett kommen die Ästhetik und die Choreografie hinzu. Wer Gelenkprobleme hat, sollte eher Yoga oder Pilates ausprobieren.

Redaktion: Brigitte Wenger