Velotransport mit dem Zug - was muss ich beachten?

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Wer eine Velotour durch die Schweiz plant, hat vielleicht vor, die eine oder andere Etappe mit dem Zug hinter sich zu bringen. Hier gibt es Tipps dazu, was es beim Velotransport mit dem Zug alles zu beachten gilt.

Bildlegende: Keystone

Eine gute Planung ist das A und O

Spontan mit Velo und Zug verreisen, ist keine gute Idee. Da kann man schnell anbrennen, denn auf gewissen Strecken wird das Velo nicht transportiert. Ausserdem ist der Veloverlad auch nicht zu jeder Zeit möglich. Teilweise gibt es Einschränkungen in den Sommermonaten oder zu den Pendlerzeiten. Auch gut zu wissen: In manchen Zügen ist für den Veloverlad eine Reservation notwendig. Man muss sich also vorher genau informieren. Und das geht am einfachsten so:

  • Auf der SBB-Internetseite die gewünschte Zugreise am gewünschten Datum eingeben.
  • Auf «erweiterte Suche» klicken
  • «Erweiterte Suche ändern» anklicken und dort einen Haken setzen bei «Mit Velomitnahme».
  • Auf «Verbindung suchen» klicken
  • Wählen Sie die für Sie günstige Verbindung sämtliche relevanten Informationen werden sichtbar. Ist zum Beispiel ein Velo-Symbol angezeigt, heisst das, dass für den Velotransport eine Reservation obligatorisch ist (Kosten: 5 Franken). Ebenso sind Züge ohne Verlademöglichkeit entsprechend gekennzeichnet.
  • Berücksichtigen Sie bei der Wahl Ihrer Verbindung die Auslastungsprognose. An klassischen Ausflugstagen mit guten Wetteraussichten muss man zwischen 7 und 9 Uhr und 16 und 19 Uhr vor allem in Zügen ins Tessin, Wallis, Berner Oberland, Seeland, in den Jura, nach Graubünden oder an den Bodensee mit hohem Verkehrsaufkommen und dementsprechend wenig Platz für Velos rechnen. Hier kann es sich lohnen, auf Regionalzüge auszuweichen.

Das richtige Billett für den Velotransport

  • Für Kurzstrecken löst man für sein Velo zusätzlich ein gewöhnliches Billett für die zweite Klasse.
  • Bei längeren Zugreisen lohnt sich eine Velo-Tageskarte. Diese kostet zum Volltarif 20 Franken.
  • Verreisen Sie mit einem Spezialvelo oder Anhänger, informieren Sie sich vorher, ob der Verlad möglich ist und was es kostet.

Während der Reise

  • Bevor der Zug einfährt, befreien Sie Ihr Velo von sämtlichem Gepäck. Es darf nur unbeladen transportiert werden.
  • Stellen Sie sicher, dass Sie Ihr Bike selber verladen können. Das Zugpersonal kann Ihnen nicht helfen.
  • Fährt der Zug ein, steigen Sie mit Ihrem Velo bei Wägen ein, die mit einem Velo-Piktogramm versehen sind.
  • Ist der Velowagen bereits voll, bleibt nichts anderes, als auf den nächsten Zug zu warten.
  • Achtung: Für Gruppen ab zehn Personen ist der Veloselbstverlad im Zug nicht möglich.

Zu anstrengend? Hier die Alternativen:

  • Velo als Handgepäck: Demontieren Sie das Vorderrad und packen Sie dieses zusammen mit dem Fahrrad in eine spezielle Transporttasche (erhältlich bei SBB und im Sportfachgeschäft). Diese Tasche können Sie dann über bzw. unter Sitz oder im Eingangsbereich deponieren. Diese Variante ist kostenlos.
  • Velo versenden: An den meisten Bahnhöfen mit Gepäckschalter können Sie Ihr Velo wie einen Koffer aufgeben. Am übernächsten Tag ist das Velo am Zielbahnhof abholbereit. Das kostet 18 Franken, dafür muss man das Velo nicht selber verladen.
  • Velo mieten: Sie können bei der SBB auch ein Velo mieten und an Ihrem Ausflugsziel am Bahnhof übernehmen. In der Regel kann man das Velo dann auch an einem anderen Mietbahnhof zurückgeben.

Moderation: Stefan Siegenthaler, Redaktion: Maria Kressbach