Vorfuss-, Mittelfuss- oder Fersenlauf?

Fit und Gesund

Die Antwort ist ganz klar: Es kommt drauf an. Während die einen darüber streiten, welcher Laufstil welche Gesundheitsrisiken mit sich bringt, propagieren die anderen: jedem seinen Stil! Klar ist: Je weiter vorne, desto schneller, aber auch desto höher die Belastung der Muskeln und Sehnen.

Viktor Röthlin, Mujinga Kambundji, Haile Gebrselassie und Daniela Ryf beim Ausüben ihrer Sportarten.
Bildlegende: Die Marathonläufer Viktor Röthlin und Haile Gebrselassie treten hier mit dem Mittelfuss zuerst auf. Sprinterin Mujinga Kambundji mit dem Vorfuss. Ironwoman Daniela Ryf läuft ihren abschliessenden Marathon häufig über die Ferse. Keystone

Die Schlussfolgerung vorne weg: Am besten läuft, wer die Laufstile variiert. So profitiert man von den jeweiligen Vorteilen und verkleinert die Auswirkungen der Nachteile. Wer schneller werden will, läuft eher auf dem Mittelfuss oder gar dem Vorfuss. Wer jedoch seinen Laufstil nachhaltig und ohne grössere Probleme verändern will, soll sich fachliche Unterstützung suchen.

Die Vor- und Nachteile der einzelnen Laufstile:

Der Vorfusslauf

  • Vorteile: Schnell, natürlich (barfuss laufen wir auf dem Vorfuss), verkleinert das Risiko, umzuknicken.
  • Nachteil: Beansprucht besonders die Wadenmuskulatur und die Achillessehne sehr stark.

Der Mittelfusslauf

  • Vorteil: Beansprucht die Strukturen weniger stark als der Vorfusslauf.
  • Nachteil: Ist weniger aktiv und langsamer als der Vorfusslauf.

Der Fersenlauf

  • Vorteil: Ein langes Laufen ist möglich, denn er beansprucht die Muskulatur und Sehnen weniger stark als der Vor- und der Mittelfusslauf. Viele Hobbyläufer laufen die Fersentechnik.
  • Nachteile: Läufer sind tendenziell langsamer unterwegs. Ausserdem ist die Lauftechnik nicht natürlich und nur dank den gedämpften Laufschuhen möglich.

Moderation: Stefan Siegenthaler, Redaktion: Brigitte Wenger