Einsamkeit auf hoher See - Immer mehr Seeleute leiden

Viele Seeleute weltweit verbringen die Weihnachts- und Neujahrstage fernab der Heimat an Bord ihrer Schiffe. Eine neue Studie der Berufsgenossenschaft und Verkehrswirtschaft zeigt nun, dass viele Seeleute darunter leiden.

Containerschiff irgendwo auf dem Meer.
Bildlegende: Viele Seeleute leiden heute unter Depressionen und Schlafstörungen. Keystone

300 Seeleute wurden aktuell befragt. Ihr Gemütszustand macht nachdenklich. Viele Seeleute, darunter viele Philippinos und Inder, leiden unter Schlafstörungen und Depressionen. Für sie ist es kaum auszuhalten, dass sie so lange von ihren Familien getrennt sind. Die Studie zeigt auch das Dilemma auf. Viele Seeleute sind gezwungen so lange wegzubleiben, weil sie ihre Familie sonst nicht ernähren können.

Seit 1953 gehört es für den Norddeutschen Rundfunk zur Tradition, für diese Seeleute da zu sein. Immer an Heiligabend strahlt er die Sendung «Gruss an Bord» aus. Angehörige und Freunde haben dort die Möglichkeit, ihren Lieben auf See ein frohes Fest und ein gutes neues Jahr zu wünschen.

In der Sendung «Treffpunkt» erzählt der ehemalige Seemann Walter Heugel von seinen Erlebnissen auf hoher See. «Ich glaube, früher hatte ein Schiff mehr Seele, wir haben uns damals stark mit unserem Schiff identifiziert. Heute ist ein Schiff häufig nur noch ein technisches Wunderwerk».

Moderation: Christina Lang, Redaktion: Sirio Flückiger