Lawinenhunde – Seit 75 Jahren Freund und Helfer

Seit 1943 werden Lawinenhundeteams in der Schweiz systematisch ausgebildet. Der Hund hat die besondere Fähigkeit, den Geruch eines Menschen durch die Schneedecke hindurch zu orten. Bis heute hat keine moderne Technologie den Lawinensuchhund ersetzen können.

Lawinenhund blickt in Schneehöhle.
Bildlegende: Glücklicher Moment an einer Übung: Der Lawinenhund hat sein Ziel gefunden. Keystone

Im Ersten Weltkrieg fielen zahlreiche Soldaten Lawinen zum Opfer. Das zwang die Schweizer Armeeführung zum Handeln. Eine Lösung fand der Hundeforscher Ferdinand Schmutz. Sein Vorschlag: der Einsatz von Hunden. Eine erste Vorführung der Arbeit seiner Lawinenhunde 1940 vor General Guisan und seinem Stab war erfolgreich. Daraufhin trainierte Ferdinand Schmutz ab dem vierten Kriegsjahr mit Armeeunterstützung Hunde für den Rettungsdienst: Das Lawinenhundewesen war geboren.

Nach dem Krieg führte Schmutz die Hundeausbildung im Auftrag des Schweizer Alpen-Clubs SAC weiter. Aus 14 Teams im Jahr 1945 wurden im Laufe der nächsten 50 Jahre deren 300. Seither ging ihre Zahl wieder zurück, aktuell sind gesamtschweizerisch etwa 150 Gespanne einsatzfähig. Die Altersgrenze für Hundeführer liegt bei 65 Jahren. Für Nachwuchs ist jedoch gesorgt. Dieses Jahr werden 17 junge Führer in den Dienst der Alpinen Rettung Schweiz (ARS) eintreten.

Moderation: Christina Lang, Redaktion: Krispin Zimmermann