Toggenburg: Wiege Schweizerischer Ur-Klänge

Schellen, Saiteninstrumente und Jodel gehören seit jeher zur Kultur der Älpler und haben sich im abgeschiedenen Toggenburg bis heute erhalten. Ein Ort, wo das Toggenburg noch heute intensiv klingt, ist die Klangschmiede in Alt St. Johann. Eine Spurensuche nach der DNA der Schweizer Volksmusik.

Drei grosse Schellen
Bildlegende: Schellen begleiten den Senn und seine Leitkühe auf der Alpfahrt und auf der Viehschau Klangwelt Toggenburg

«Des Älplers Stolz ist eine schöne Sennte Kühe. Aber nicht zufrieden mit dem Genuss ihrer natürlichen Schönheit schmückt er seine besten Kühe mit grossen, an breit ledernen Riemen hängenden Schellen aus.» Was Johann Gottfried Ebel 1798 für die Region um den Säntis beschrieb, gilt auch heute noch.

«Querfeldeins» macht Halt in der Toggenburger Klangschmiede: Es ist nicht nur ein interaktives Museum, wo Besucher in die Toggenburger Klangwelt eintauchen können, sondern auch Ort vieler musikalischer Veranstaltungen. Nicht immer klingt es aber harmonisch und lieblich in der Klangschmiede – es kann im Gegenteil auch richtig laut werden: dann nämlich, wenn die Glockenschmiede nach altem Brauch am Feuer die Senntumschellen formen.

Reto Scherrer besucht die Klangschmiede und begrüsst dort den Volksmusiker, Chorleiter und Komponist Peter Roth (74), der über Toggenburger Klänge und Melodien nicht nur Bescheid weiss, sondern auch im musikalischen Alltag mit ihnen arbeitet.

Moderation: Reto Scherrer, Redaktion: Anna Wepfer