Von «Grüezi» zu «Grüessech» und zurück

Unser Dialekt gibt uns Identität, zeigt woher wir kommen. Was aber, wenn Dialekt und Identität nicht mehr ganz überein stimmen? Was, wenn wir umgezogen sind und plötzlich nicht mehr verstanden werden? Dann sagt man vielleicht zu Hause in Bern «Grüessech» und auf der Arbeit «Grüezi».

Bild von Alain Sutter mit zwei Sprechblasen in Bern- und Zürichdeutsch.
Bildlegende: Viele Leute wechseln zwischen zwei Dialekten hin und her – oder machen aus zwei Dialekten einen. Alain Sutter spricht eine Mischung aus Berndeutsch und Zürichdeutsch. Keystone/Bildmontage SRF

Solche Mundart-Switcher, also der Wechsel eines Dialekts je nach Situation, sind beliebt. Sage ich in Zürich «Grüessech» fällt auf den ersten Blick auf, dass ich nicht «hiesig» bin. Mit einem Switch zum ortsüblichen «Grüezi» gehe ich in der Masse unter und falle nicht auf.

Viele Gründe für Mundart-Switcher

Nicht auffallen wollen ist aber nur ein Grund für Mundart-Switcher. Eine andere Erklärung ist, dass in der Familie ein anderer Dialekt gesprochen wird, als im nichtfamiliären Umfeld. Und dann gibt es da auch noch jene, die zwei Dialekte komplett vermischen.

In der Sendung «Treffpunkt» sprechen wir mit unserem Mundart-Experten über das Thema Mundart-Switch. Ist es ein neues Phänomen oder gibt es diese Wechsler schon lange? Und wir fragen ihn nach dem Warum? Steckt vielleicht mehr dahinter, als auf den ersten Blick scheint?

Moderation: Stefan Siegenthaler, Redaktion: Jürg Oehninger / Sabrina Lehmann