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Hilfe von «Happy Day» Ein Umbau rührt eine Familie zu Tränen – «wir sind so glücklich»

Tamara Vendola ist 51 Jahre alt und lebt mit den Folgen einer schweren Nervenkrankheit. Mit 14 verunfallt sie in ihrer Heimat Spanien schwer, später folgt eine Gehirnhautentzündung. «Ich habe relativ schnell nachher eine Lähmung bekommen auf der rechten Seite», erzählt sie. Kopf- und Rückenschmerzen, Gleichgewichtsprobleme, Ohnmachten und zunehmende Lichtempfindlichkeit prägen ihren Alltag.

Frau mit Brille lächelt in einem Raum.
Legende: Tamara Vendola (51) leidet seit über 30 Jahren an einer schweren Nervenkrankheit, die sie immer wieder ans Bett fesselt. SRF

Arbeiten kann Tamara nicht mehr. Ihr Mann Raffaele (59) führt mit Sohn Alessandro eine Autogarage im Erdgeschoss des Hauses und trägt die finanzielle Verantwortung. «Ich frage mich manchmal selber im Spiegel, wie ich das schaffen soll. Aber es geht irgendwie», sagt Raffaele leise. Als ihn Kiki Maeder und Andrin Schweizer von «Happy Day» in der Werkstatt überraschen, ist er überwältigt: «Ich war sprachlos, ich hatte keine Worte mehr.»

Ihr 20-jähriger Sohn Alessandro leidet mit seiner Mutter: «Wir wissen von der Krankheit und können nicht viel dagegen machen. Das ist hart.» Die Wohnung der Familie in St. Gallen ist nicht auf Tamaras Bedürfnisse abgestimmt. Der enge Gang, unebene Türschwellen und das kleine Bad erschweren jeden Schritt. «Sie sehen zwar relativ klein aus, aber sie sind halt nicht gerade und ich bin schon x-mal darüber gestolpert», sagt Tamara über die Schwellen.

Besonders das Badezimmer ist problematisch. «Wenn sie mal baden will, ist es gefährlich», erklärt Raffaele. Eine Dusche kommt für Tamara nicht infrage, das warme Wasser in der Badewanne tut ihren Gelenken gut. Weil sie jederzeit ohnmächtig werden kann, verlässt sie das Haus kaum alleine. Deshalb spielt sich der Familienalltag fast vollständig in diesen vier Wänden ab. Es gibt Morgen, an denen Tamara aufsteht und nicht laufen kann. Manchmal knicken ihre Beine plötzlich ein, selbst wenn sie nur kurz gesessen hat. An solchen Tagen ist jeder Schritt ein Risiko – und die Wohnung zugleich Schutzraum und Grenze ihres Lebens.

Für «Happy Day»-Architekt Andrin Schweizer ist klar: Hier braucht es mehr als nur frische Farbe. Trotz eines Rückschlags – hinter den Fliesen im Badezimmer wird Asbest entdeckt – hält das Team am Plan fest. Das Bad wird komplett erneuert und mit einer Badewanne mit seitlichem Einstieg ausgestattet, damit Tamara sicher ein- und aussteigen kann.

Zwischen Gang und Wohnzimmer wird eine Wand geöffnet, der Raum neu gedacht. «Ich würde das Ganze wirklich einmal drehen», sagt Andrin. Massgefertigte Einbauschränke schaffen dringend benötigten Stauraum, Schwellen verschwinden, der Boden wird eben. Auch das Licht wird angepasst: «Alle Lampen kannst du mit einer Fernbedienung einstellen», erklärt Andrin – wichtig für Tamaras lichtempfindliche Augen. Sein Ziel: Räume mit Atmosphäre für eine Frau, die den Grossteil ihres Tages zuhause verbringt.

Als die Familie ihre umgebaute Wohnung zum ersten Mal betritt, stockt ihnen der Atem. «Meine Güte. Wow!» Raffaele kämpft mit den Tränen: «Kompliment, alles getroffen. Schön.» Tamara wirkt erleichtert: «Es ist nicht mehr so bedrückend.» Das neue Bad übertrifft ihre Erwartungen, das Wohnzimmer fühlt sich «wie in einem Wald» an. Alessandro sagt schlicht: «Es ist wirklich sehr schön, wir sind sehr glücklich.» Und Tamara fasst zusammen, was dieser Umbau für sie bedeutet: «Also besser kann man es ja gar nicht mehr machen.»

SRF 1, Happy Day, 14.2.2026, 20:10 Uhr ; 

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