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Schweizer Sport wird vom Bundesrat unterstützt
Aus sportheute vom 18.11.2020.
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Beiträge von 115 Mio. Franken Bundesrat öffnet für den Sport das Portemonnaie

  • Der Bundesrat greift den Schweizer Sportklubs finanziell unter die Arme.
  • 115 Millionen Franken werden vom Bund à fonds perdu ausgezahlt.
  • Das Geld muss nicht zurückgezahlt werden, ist aber mit Bedingungen verbunden.

Gute Nachrichten für den Schweizer Sport. Der Bundesrat hat am Mittwoch professionellen und semiprofessionellen Klubs à-fonds-perdu-Beiträge in Höhe von 115 Millionen Franken zugesichert. Sie sollen neben Darlehen die Grundstrukturen des schweizerischen Leistungs- und Breitensports sowie des Trainings- und Wettkampfbetriebs sichern.

Subventionen anteilsmässig verteilt

In der Medienmitteilung heisst es: «Der Bundesrat will den Klubs, basierend auf den Zahlen aus der Saison 18/19, bis zu zwei Drittel der entgangenen Einnahmen aus dem Ticketverkauf entschädigen.»

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Bundesrätin Amherd begründet die à-fonds-perdu-Beiträge für den Sport
Aus Sport-Clip vom 18.11.2020.
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Die Subvention für den Schweizer Profisport soll anteilsmässig verteilt werden. Hierfür werden bei den betroffenen Klubs die durchschnittlichen Zuschauerzahlen und die daraus resultierenden, zurzeit wegfallenden Einnahmen erhoben.

Dies bedeutet anhand eines Beispiels: In der Super League des Fussballs wird den Young Boys, deren Spiele von durchschnittlich über 25'000 Zuschauern besucht werden, ein höherer Anteil zugesprochen werden als etwa dem FC Lugano, der einen Zuschauer-Durchschnitt von nur rund 4000 vorweist.

«Strenge Auflagen» des Bundesrats

Als Gegenleistung für die Gelder müssen die Klubs «strenge Auflagen erfüllen». Dazu gehören Kürzungen der Spitzenlöhne sowie ein Dividendenverzicht. Zudem sollen Junioren- und Frauenförderung weitergeführt werden. Eine weitere Bedingung ist die vollständige Transparenz über die Verwendung der Gelder.

Die Klubs der Super League (im Bild: Spieler der Young Boys im Training).
Legende: Können etwas aufatmen Die Klubs der Super League (im Bild: Spieler der Young Boys beim Warm-up vor einem Match). Keystone

Die bundesrätliche Hilfe kommt den professionell geführten Klubs im Fussball und im Eishockey zuteil, aber auch den grundsätzlich halbprofessionell geführten Vereinen im Handball, im Volleyball, im Unihockey und im Basketball.

Die 115 Millionen Franken sind im Massnahmen-Paket von 175 Millionen Franken für den Schweizer Sport enthalten, die ursprünglich für zurückzuzahlende Darlehen gedacht waren. Solche Kredite können die Klubs weiterhin beziehen.

SRF info, Bundesrats-Medienkonferenz, 18.11.2020, 14:30 Uhr;

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16 Kommentare

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  • Kommentar von Peter Schöni  (peterschoeni)
    «Fussballspielende Millionäre» – dieses Bild ist schon äusserst stark geprägt von den Topspielern in Europas stärksten Ligen und allenfalls noch von unseren Nati-Akteuren (die ja auch mehrheitlich im Ausland kicken). Aber die Super League? Gewiss, die Leistungsträger bei Basel, YB und Sion verdienen fürstlich, aber sicher keine Millionen. Und glauben wir wirklich, Ergänzungsspieler von Klubs wie Xamax, Servette, Luzern oder Lugano schwimmen im Geld?
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  • Kommentar von Hans König  (Hans König)
    Bestimmt wird der Sport dieses Geld in Form von Steuern mehrheitlich zurück zahlen. Wenn nicht bleibt die Schuld bei den übrigen SteuerzahlerInnen hängen.
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  • Kommentar von Alex Schneider  (Alex Schneider)
    Sportlerleistungen werden im Vergleich zu anderen Berufen überschätzt. Der Profisport generiert Millionen von Sponsorengeldern (Sind das vielleicht die Gleichen, welche beim Steuern bezahlen kneifen?). Es werden in einzelnen Sportarten Millionen für Transfers und unanständig hohe Löhne für Profisportler und Trainer ausgegeben. Die gebührenfinanzierten Medien zahlen hohe Summen für die Übertragungsrechte. Zuschauersport ist ein Wunschbedarfsgut.
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